Tübingen · Corona

Curevac zieht Impfstoff zurück

Tübinger Biopharma-Unternehmen konzentriert sich auf die nächste Generation.

13.10.2021

Von Ulrich Janßen

Gut drei Monate nach dem enttäuschenden Ausgang der klinischen Studie zieht Curevac jetzt auch offiziell die Konsequenzen: Gestern teilte das Tübinger Unternehmen mit, dass es bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur für seinen Corona-Impfstoff CVnCoV nicht mehr die Zulassung beantragen will. Die EMA habe signalisiert, dass mit einer Zulassung nicht vor dem zweiten Quartal 2022 zu rechnen sei. Bis dahin aber könnte der Corona-Impfstoff der nächsten Generation, so die Hoffnung von Curevac, „eine fortgeschrittene Phase der klinischen Entwicklung erreicht haben“.

Im Vergleich zum ersten Kandidaten habe der Nachfolger, der den Namen CV2CoV erhielt, „in Tiermodellen eine bis zu zehnfach höhere Immunogenität“ gezeigt. Curevac betonte, dass es den neuen Impfstoffkandidaten in enger Zusammenarbeit mit dem Pharmakonzern GSK entwickeln werde. Man setze dafür zusätzliche Ressourcen und Experten ein.

Mit dem Rückzug des ersten Impfstoffs entfällt theoretisch die Verpflichtung der Europäischen Kommission zur Abnahme von 225 Millionen Impfdosen. Das Unternehmen prüft zur Zeit, „inwieweit die in diesem Zusammenhang eingegangenen Verpflichtungen auch auf die Impfstoffkandidaten der zweiten Generation übertragen werden können.“

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Erstellt:
13. Oktober 2021, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
13. Oktober 2021, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 13. Oktober 2021, 01:00 Uhr

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