Formel 1

Ehrenrunden im Weltmeister-Mercedes

Der Franzose Romain Grosjean kehrt sieben Monate nach dem Feuerunfall noch einmal ins Cockpit zurück.

07.05.2021

Von SID/DPA

Als Haas-Pilot verunglückt: Romain Grosjean. Foto: Eibner

Köln. Genau sieben Monate nach seinem Feuerunfall in Bahrain wird Romain Grosjean ins Cockpit eines Formel-1-Boliden zurückkehren. Der Franzose absolviert am 29. Juni in Le Castellet einen kompletten Testtag im Weltmeister-Mercedes von 2019, zudem dreht er am 27. Juni im Rahmen des Großen Preises von Frankreich an selber Stelle Demo-Runden. Damit löst Mercedes ein Versprechen ein, das Grosjean im Winter von Motorsportchef Toto Wolff erhalten hatte.

„Das ist eine ganz besondere Chance für mich“, sagte der 35-Jährige, der mittlerweile in der amerikanischen IndyCar-Serie aktiv ist: „Das erste Mal, als ich von der Möglichkeit erfahren habe, lag ich noch in meinem Krankenhausbett in Bahrain.“ Grosjean war seit 2012 ununterbrochen in der Formel 1 gestartet, ausgerechnet kurz vor dem Ende seiner letzten Saison ereignete sich der heftige Unfall: Der Haas des Franzosen durchbohrte die Leitplanke und fing Feuer, Grosjean war etwa eine halbe Minute im brennenden Wrack gefangen. Er konnte sich befreien, erlitt aber schwere Verbrennungen an den Händen. Zu den abschließenden zwei Saisonrennen konnte Grosjean nicht mehr antreten, so markierte der Crash das Ende seiner Karriere in der Königsklasse.

„Wir wollten nicht, dass dieser Unfall sein letzter Moment in einem Formel-1-Auto ist“, sagte Wolff, „ich kenne Romain seit seiner Zeit in der Formel 3, als er die Meisterschaft gewonnen hat. Er kann auf eine lange und erfolgreiche Karriere zurückblicken, und wir wollten sicherstellen, dass seine letzten Erinnerungen in der Formel 1 am Steuer eines Weltmeisterautos entstehen.“

Mit dem W 10, den Grosjean auf dem Circuit Paul Ricard pilotieren wird, war Lewis Hamilton 2019 zum Titel gefahren. Schon am 30. März fand in der Mercedes-Zentrale in Brackley die Sitzanpassung statt.

7500 Zuschauer in Monaco

Der Klassiker in Monaco soll in diesem Jahr unterdessen vor einer begrenzten Zuschauerzahl stattfinden. Für den WM-Lauf am 23. Mai seien 7500 Besucher erlaubt, teilte die Regierung des Fürstentums am Dienstag mit. Die Zuschauer müssen zuvor einen negativen Corona-Test vorweisen. Einwohner, Angestellte des Fürstentums und Monegassen seien von einem Test ausgenommen.

Die Kapazität von 7500 Zuschauern ist zu diesem Zeitpunkt ungewöhnlich hoch. In Frankreich dürfen Sportveranstaltungen im Freien vom 19. Mai an nur mit 1000 Zuschauern stattfinden. Beim ersten Formel-1-Grand Prix dieses Jahres in Bahrain waren nur wenige Besucher zugelassen worden. Diese mussten geimpft oder von Covid-19 wiedergenesen sein. Die Rennen in Monza und am vergangenen Sonntag in Portimao in Portugal wurden unter Ausschluss der Öffentlichkeit gestartet. Beim Grand Prix in Barcelona am Sonntag sind 1000 Fans zugelassen. sid/dpa

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Erstellt:
7. Mai 2021, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
7. Mai 2021, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 7. Mai 2021, 06:00 Uhr

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