Dressur

Ex-Schülerin zeigt's auch der Lehrerin

Nach Gold mit dem Team gleich noch der Einzel-Triumph: Jessica von Bredow-Werndl siegt vor Isabell Werth.

29.07.2021

Von DPA

Mit der dunkelbraunen Trakehnerstute Dalera erneut top: Jessica von Bredow-Werndl. Foto: JON OLAV NESVOLD/Imago

Tokio. Ihr zweites Olympia-Gold durfte Jessica von Bredow-Werndl schon feiern, als der letzte Ritt in Tokio noch gar nicht beendet war. Die Dressurreiterin aus dem oberbayerischen Tuntenhausen setzte sich einen Tag nach dem Sieg mit dem Team auch im Kür-Einzel mit ihrer Stute Dalera durch und ließ ihre einstige Lehrerin Isabell Werth hinter sich, die sich mit Silber begnügen musste. Freudentränen liefen schon, ehe die letzten zwei Starterinnen ritten. So überlegen war sie. „Ich hatte manchmal das Gefühl, ein bisschen einen Feuertanz zu reiten, auf Messers Schneide“, sagte die 35-Jährige. „Aber es ist sich alles ausgegangen.“

Werth verpasste als Zweite einen olympischen Rekord. Mit einer weiteren Gold-Medaille hätte die 52-Jährige aus Rheinberg Kanutin Birgit Fischer eingeholt, die achtmal Gold und viermal Silber in der Bilanz stehen hat und weiter auf Platz eins vor Werth liegt. Team-Olympiasiegerin Dorothee Schneider (Framersheim) kam nur auf Rang 15.

Strahlend war die Siegerin zuvor aus dem Viereck geritten. Sie tätschelte ihr Pferd, bedankte sich bei Dalera für die Leistung. Als zweite Reiterin in der Gruppe der besten sechs Paare setzte sie die Konkurrenz um Werth mit einem famosen Auftritt unter Druck. „Am Anfang hab ich ein bisschen taktiert“, erklärte sie ihren Auftritt: „Am Ende bin ich Risiko geritten. Es waren keine groben Schnitzer drin, aber viele Highlights.“ Von Bredow-Werndl hatte mit ihrer Stute erneut eine zauberhafte Leistung präsentiert und zeigte zur Musik des Films La-La-Land auch in der dritten Prüfung von Tokio die beste Leistung. Fehlerfrei tanzte das Paar einen Tag nach dem Sieg mit dem Team zum nächsten Gold. So dominierend waren die beiden, dass schon während des abschließenden Rittes von Dorothee Schneider klar war, dass das Gold sicher war.

Die nach ihrer Junioren-Zeit einige Jahre von Werth trainierte Reiterin begeisterte nach Grand Prix und Special auch in der Kür mit Musik. Die Anspannung war für sie aber deutlich größer als im Teamwettbewerb. dpa

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Erstellt:
29. Juli 2021, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
29. Juli 2021, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 29. Juli 2021, 06:00 Uhr

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