Regisseur

Filmemachen gegen die Langeweile

Stephen Frears steht für Kinohits wie „Gefährliche Liebschaften“ oder „Die Queen“. Jetzt wird der Brite 80 Jahre alt.

19.06.2021

Von DPA

Stephen Frears 2017 beim Filmfestival in Venedig. Foto: Foto:IPP/Daniele Cifala/Imago

London. Einem bestimmten Genre lässt sich Stephen Frears nicht zuordnen. Der britische Regisseur, zu dessen bekanntesten Filmen „Gefährliche Liebschaften“, „High Fidelity“ und „Die Queen“ zählen, blickt auf eine beeindruckende Filmografie zurück. Dramen, Satiren, Romanzen, Dokumentationen und Kultfilme – Frears hat alles gedreht. „Ich wollte nicht jedes Mal denselben Film machen“, sagte er vor einigen Jahren der britischen Zeitung „The Independent“. „Mir wird sehr schnell langweilig.“ Nach mehreren Fernseherfolgen dreht Frears, der jetzt 80 Jahre alt wird, gerade seinen nächsten Kinofilm.

Als Kind mit Mama ins Kino

Zur Welt gekommen war Stephen Arthur Frears mitten im Zweiten Weltkrieg, am 20. Juni 1941 in Leicester. Der Vater war im Krieg, die älteren Brüder auf dem Internat. Also zog ihn seine Mutter zeitweise allein groß. Sie nahm den kleinen Stephen häufig mit ins Kino, wo er auch Filme sehen durfte, die für ein erwachsenes Publikum gedacht waren. Als „berauschend und glamourös“ habe er das empfunden, sagte er dem Magazin „The Oldie“, „interessanter als meine Kindheit.“

Seinen ersten eigenen Film drehte Frears mit Mitte 20. In dem Kurzfilm „Burning“ (1967) ging es um Rassismus in Südafrika. Sein Kinodebüt als Regisseur gab er mit „Gumshoe“ (1971), doch erst „Mein wunderbarer Waschsalon“, eine originelle Mischung aus Drama, Komödie und Romanze mit Daniel Day-Lewis, traf 1985 den Nerv der Zeit.

1988 verfilmte er das Bühnenstück „Gefährliche Liebschaften“ mit den Topstars Glenn Close, John Malkovich und Michelle Pfeiffer. Das Drama wurde für sieben Oscars nominiert und gewann drei. Seinen wohl größten Erfolg feierte Frears 2006 mit dem biografischen Drama „Die Queen“, das sich um Königin Elizabeth II. und die Ereignisse rund um den Tod von Prinzessin Diana im Jahr 1997 dreht. Helen Mirren spielte die Titelrolle und bekam einen Oscar als Beste Darstellerin. Das Drehbuch stammte aus der Feder von Peter Morgan, der auch für die Royal-Serie „The Crown“ auf Netflix verantwortlich zeichnet. Philip Dethlefs

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Erstellt:
19. Juni 2021, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
19. Juni 2021, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 19. Juni 2021, 06:00 Uhr

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