Jersey-Blockade abgewendet

Französische Fischer verlassen Seegebiet vor Kanalinsel

07.05.2021

Von AFP

Saint Helier. Im Streit zwischen Frankreich und Großbritannien um Fischereirechte nach dem Brexit ist eine drohende Blockade der Insel Jersey im Ärmelkanal abgewendet. Rund 50 französische Kutter, die den Hafen von Saint Helier auf Jersey lahmlegen wollten, verließen das Seegebiet vor der Insel und fuhren zurück nach Frankreich.

Der britische Regierungschef Boris Johnson hatte die drohende französische Blockade zuvor als „völlig ungerechtfertigt“ bezeichnet und zwei Kriegsschiffe in das Seegebiet vor Jersey geschickt. Frankreich entsandte seinerseits zwei Patrouillenschiffe der Marine.

Jersey liegt rund 30 Kilometer vor der Normandie, ihre Gewässer gelten als besonders fischreich. Auslöser für die Spannungen ist ein Streit um Fischereilizenzen nach dem Brexit: Paris zufolge ist es nur noch rund 40 französischen Schiffen erlaubt, vor Jersey ihre Netze auszuwerfen. Beantragt waren demnach Lizenzen für mehr als 340 Boote. Die autonome Verwaltung von Jersey betont, sie halte sich strikt an die Vereinbarungen. Nun müssten die beiden Länder eine Lösung finden. afp

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Erstellt:
7. Mai 2021, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
7. Mai 2021, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 7. Mai 2021, 06:00 Uhr

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