Zum Rekordpreis bei Diesel

Kommentar: Es wird noch teurer

Computerchips, Schiffscontainertransporte, Haarspray, Kopfsalat: Vieles wird derzeit teurer.

19.10.2021

Von Thomas Veitinger

Ulm. Mutter aller Preiserhöhungen ist in der öffentlichen Wahrnehmung aber das Öl. Am Montag erreichte Diesel-Kraftstoff an Tankstellen einen Rekordpreis. Ein Grund ist die gestiegene Nachfrage. Der Rohölpreis hat sich annähernd verdoppelt. Im Vergleich zum Vorjahr kostet Diesel an der Zapfsäule über einen halben Euro mehr.

Dazu kommen die höhere Nachfrage nach Heizöl im Herbst und eine von den Koalitionparteien beschlossene CO2-Abgabe.

Die wirklich schlechte Nachricht für Autofahrer ist: Langfristig dürfte es noch teurer werden. Deutschland will seine Emissionen bis 2030 um 65 Prozent senken. Keine Partei hat in ihren Wahlprogrammen konkret erläutert, wie das funktionieren soll. Dazu wird der CO2-Preis weiter steigen müssen. Den Bürger darüber im unklaren zu lassen, rächt sich jetzt genauso wie das jahrelange Versäumnis der Politik, Alternativen zum Verbrenner attraktiver zu machen.

Die geforderte Brenzinpreisbremse ist Quatsch und konterkariert Bemühungen, Menschen vom Benzin- und Diesel-Auto wegzubringen. Sinnvoll wäre eine Erhöhung der Pendlerpauschale für Bedürftige unabhängig vom Verkehrsmittel, Radschnellwege und attraktiver Nahverkehr. Die E-Revolution muss kommen.

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Erstellt:
19. Oktober 2021, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
19. Oktober 2021, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 19. Oktober 2021, 06:00 Uhr

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