Klima

Konkrete Maßnahmen gefordert

Arbeitgeberchef Dulger schließt längere Fristen für Kohlekraft nicht aus. Die aktuelle Situation sei besorgniserregend.

18.10.2021

Von dpa

Berlin. Angesichts der gestiegenen Energiepreise hat Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger längere Laufzeiten für Kohlekraftwerke ins Gespräch gebracht. Die künftige Bundesregierung müsse schnell ein Energiekonzept vorlegen, das Versorgungssicherheit und wettbewerbsfähige Preise sicherstelle, sagte Dulger den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Sonst wird sie beim Kohleausstieg an einer Verlängerung der Fristen kaum vorbeikommen.“

Er verwies auf den geplanten Ausstieg aus der Kohlekraft bis spätestens 2038. „Dazu stehen wir.“ Wenn sich herausstelle, dass die Ausstiegsziele zu ehrgeizig gefasst seien, „dann sollten wir offen und ehrlich über andere Alternativen diskutieren“.

Dulger kritisierte, Deutschland habe als stärkste Industrienation Europas eine Energiewende beschlossen, die nicht konsequent zu Ende gedacht sei. Man sei erst aus der Atomkraft ausgestiegen und jetzt aus der Kohle. „Wenn wir es umgekehrt gemacht hätten, dann hätten wir im nächsten Winter vielleicht ein Problem weniger.“ Die Unternehmen und ihre Beschäftigten seien auf bezahlbare Energie angewiesen. „Was im Augenblick passiert, ist besorgniserregend.“

Hintergrund der Diskussion ist ein deutlicher Anstieg der Energiepreise. Zugleich ist unklar, wie Deutschland seine Klimaziele erfüllen kann.

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Erstellt:
18. Oktober 2021, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
18. Oktober 2021, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 18. Oktober 2021, 06:00 Uhr

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