Der Tag in der Region

Live-Blog | Lede Abal holt Direktmandat · Dorothea Kliche-Behnke im Landtag

14.03.2021

Von hz/job/itz/miw

Freut sich über die erneute Verteidigung seines Tübinger Direktmandats (hier mit Zweitkandidatin Lea Elsemüller). Bild: Anne Faden

Herzlich Willkommen zum Wahlabend auf tagblatt.de. Den schnellen Überblick über die Ergebnisse der Landtagswahl aus den Gemeinden der Region gibt es heute hier im Blog. Auf der Übersichtskarte, die im Laufe des Abends immer wieder von TAGBLATT-Volontärin Miriam Plappert aktualisiert wird, werden die Ergebnisse der Gemeinden nach und nach zu sehen sein.

Reaktionen der Kandidatinnen und Kandidaten sowie die sonstigen Meldungen des Abends gibt es dann wie gewohnt darunter in chronologischer Reihenfolge.

Was die Wahl für den Wahlkreis Tübingen bedeutet

23.39 Uhr: Tübingen geht gestärkt aus dem Wahlabend hervor. Neben Wahlsieger Daniel Lede Abal erhält auch Dorothea Kliche-Behnke (SPD) ein Mandat. Der Wahlausgang zeigt noch eine andere Entwicklung: „Die Grünen sind jetzt die einzige Volkspartei“, kommentiert TAGBLATT-Redakteurin Renate Angstmann-Koch.

Die Ergebnisse im Überblick zum Durchklicken

23.32 Uhr: Welche Partei hat gewonnen, welche verloren – und wie viel? Für den schnellen Überblick über die Wahlkreise Tübingen und Reutlingen gibt es unsere Bildergalerie:

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Linke: Persönlich zufrieden, aber nicht im Landtag

23.30 Uhr: Wieder kein Einzug in den Landtag, aber immerhin vor Ort verbessert: Claudia Haydt, die Landesgeschäftsführerin der Linken und Tübinger Wahlkreis-Kandidatin, zeigt sich vom Ergebnis ihrer Partei im Land enttäuscht. „Natürlich haben wir uns gewünscht, dass wir in den Landtag kommen“, so Haydt. „Wir haben auch sehr gutes Feedback bekommen für unseren Wahlkampf. Aber am Ende waren für uns vielleicht auch die Rahmenbedingungen zu schwierig.“

 

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Tübingen: FDP-Gewinne unter Landesschnitt

23.28 Uhr: Mit 7,6 Prozent der Stimmen im Wahlkreis Tübingen hat die FDP ein gutes Prozent besser abgeschnitten als bei der letzten Landtagswahl vor fünf Jahren (damals: 6,5 Prozent), bleibt damit aber unter den 2,1 Prozent Zuwachs im Landesschnitt.

Für ein Mandat der Tübinger Landtagskandidatin Irene Schuster hat das nicht gereicht, sie zeigte sich etwas geknickt: „ Im Vergleich zu 2016 haben wir uns gesteigert, das ist positiv, aber ich bin immer dafür, dass man noch mehr erreichen kann.

AfD: Keine Erwartungen an Tübingen

23.25 Uhr: Die AfD verliert am Wahlsonntag. In der Stadt Tübingen holte die AfD gerade einmal 3,4 Prozent der Stimmen. 2016 waren es immerhin noch etwas über 6 Prozent. Landtagskandidat Ingo Reetzke, der den Wahlabend in kleinem Kreis verbrachte ist nicht in Feierlaune. „Die Tendenz ist ziemlich schlecht für uns, ich bin enttäuscht.“ Er sieht die Schuld für die Niederlage nicht bei seiner Partei.

Gewinne und Verluste im Wahlkreis Tübingen

23.11 Uhr: Am deutlichsten verloren hat im Wahlkreis Tübingen im Vergleich zur Landtagswahl 2016 die AfD – 3,8 Prozent weniger Stimmen erlangte die rechtspopulistische Partei. Auch die CDU hat spürbar verloren: 3,3 Prozent liegt sie hinter ihrem Ergebnis vom letzten Mal. Gewonnen haben vor allem die Freien Wähler, die 1,7 Prozent Zuwachs verzeichnen konnten. Auch die Linken (1,4 Prozent mehr als 2016), die Grünen (1,3 Prozent) und die FDP (1,1 Prozent) haben im Wahlkreis Tübingen besser abgeschnitten als bei der vergangenen Wahl.

Die Gewinne und Verluste im Wahlkreis 62 Tübingen im Vergleich zur Landtagswahl 2016. Bild: Votemanager

Wahlkreis Balingen: Entgegen dem Landestrend

23.08 Uhr: Erwin Feucht, Kandidat der Grünen im Wahlkreis Balingen, konnte vom Rückenwind für seine Partei nicht profitieren. Er landete mit 26,5 Prozent deutlich hinter Nicole Hoffmeister-Kraut von der CDU mit 32,6 Prozent. Bei der vergangenen Wahl im Jahr 2016 hatten ihm nur rund 300 Stimmen gefehlt, um das Mandat zu erobern. Hoffmeister-Kraut gewann damals – und wurde prompt Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau. Diesmal konnte sie ihr Mandat klar verteidigen.

Video-Statement: Dorothea Kliche-Behnke zur ihrer Wahl

23.05 Uhr: Die Überraschung des Wahlabends ist das Mandat für die Tübinger SPD-Kandidatin Dorothea Kliche-Behnke. Sie meldet sich mit einem Statement aus Stuttgart, wo sie im Landtag den Wahlabend verfolgt hat. Die SPD sei stand jetzt drittstärkste Kraft: „Ich hätte jetzt wenig Verständnis, würden sich die Grünen entscheiden, weiter konservative Politik mit der CDU zu machen.

Wahlkreis Tübingen: Dorothea Kliche-Behnke zu ihrer Wahl in den Landtag
Videoplayer konnte nicht geladen werden.

Die Überraschung des Wahlabends ist das Mandat für die Tübinger SPD-Kandidatin Dorothea Kliche-Behnke. Sie meldet sich mit einem Statement aus Stuttgart, wo sie im Landtag den Wahlabend verfolgt hat. Die SPD sei stand jetzt drittstärkste Kraft: „Ich hätte jetzt wenig Verständnis, würden sich die Grünen weiter entscheiden, weiter konservative Politik mit der CDU zu machen.“ Video: SPD

01:21 min

Auch Rottenburg ist jetzt ein grünes Nest

22.50 Uhr: Vor zehn Jahren kandidierte die mittlerweile weltbekannte Notärztin Lisa Federle für die CDU. Im Wahlkampf kündigte sie an, sie werde das „grüne Nest“ Tübingen mit einem satten schwarzen Stimmenvorsprung aus Rottenburg aushebeln. Diese Zeiten sind vorbei: Die CDU hat gegenüber 2016 fast ein Fünftel ihrer Stimmen verloren. In der Rottenburger Kernstadt liegen die Grünen mittlerweile um mehr als 10 Punkte vorn, in den Ortschaften liegen beide Parteien gleichauf.

Tübingen: Ein historischer Wahlabend für die Grünen

22.22 Uhr: „Das war der schrägste Wahlkampf aller Zeiten“, fasste Daniel Lede Abal (Grüne) am Wahlabend die Erfahrungen der vergangenen Wochen und Monate zusammen. Die Corona-Pandemie überlagerte vieles. Und trotz Fehlern, die im Südwesten vor allem bei der Impf-Terminvergabe gemacht worden seien, hätten die Wählerinnen und Wähler der Landesregierung bei dem Thema ganz offensichtlich das Vertrauen ausgesprochen – jedenfalls dem Ministerpräsidenten und den Grünen. Und sie bescherten Lede Abal einen Erdrutsch-Sieg. Er will in der nächsten Regierung Klimaschutz und Antidiskriminierungspolitik voranbringen.

Reutlingen: Selcuk enttäuscht über Verlust seines Mandats

22.17 Uhr: Der einen Freud, des anderen Leid: Da das SPD-Ergebnis im Wahlkreis Tübingen für Dorothea Kliche-Behnke besser ist als seines, konnte Ramazan Selcuk, der vor drei Jahren für Nils Schmid in den Landtag nachrückte, sein Mandat nicht verteidigen. „Wir haben einen engagierten Wahlkampf geführt“, sagt der 57-Jährige. Trotzdem konnte er nur 10,23 Prozent der Wählerstimmen auf sich vereinen, 4 Prozent weniger als sein Vorgänger 2016 holte. Er habe gewusst, dass es schwierig werde, als er das Mandat von Schmid übernahm.Schließlich war Schmid vor fünf Jahren als amtierender Wirtschafts- und Finanzminister im Wahlkampf angetreten und hatte trotzdem zehn Prozentpunkt verloren: „Aber das ist natürlich ein schwacher Trost.“

 

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Tübinger Reaktionen auf das CDU-Debakel: Ein historisches Tief

21.47 Uhr: Die CDU erzielte am Sonntag ihr schlechtestes Ergebnis, seit sie in Baden-Württemberg antritt: Drei Reaktionen aus Tübingen. Es ist ein bitterer Tag, sagte die Staatsministerin und Tübinger CDU-Bundestagsabgeordnete Annette Widmann-Mauz am Sonntagabend. Auch Kandidatin Diana Arnold fand das Wahlergebnis bedauerlich, aber absehbar. Die Landes-CDU habe den Unmut über die Pandemie-Situation abbekommen. Und Rottenburgs OB Stephan Neher stellte fest: Mit 23 Prozent werde die CDU dem Anspruch, Volkspartei zu sein, nicht mehr gerecht.

Corona-Inzidenz im Südwesten steigt weiter an

21.44 Uhr: Das Corona-Infektionsgeschehen im Südwesten nimmt weiter an Fahrt auf. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in einer Woche betrug am Sonntag (Stand: 16.00 Uhr) 75,9, wie das Landesgesundheitsamt in Stuttgart mitteilte. Am Vortrag hatte der Wert bei 73,2 gelegen, vor einer Woche noch bei 60,5.

Dorthea Kliche-Behnke holt Mandat für die SPD

21.30 Uhr: Die Ergebnisse im Wahlkreis Tübingen sind ausgezählt: Daniel Lede Abal hat erneut das Direktmandat geholt.

Die Ergebnisse im Wahlkreis Tübingen sind ausgezählt: Daniel Lede Abal hat erneut das Direktmandat geholt. Dorothea Kliche-Behnke hat für die SPD 11,6 Prozent geholt - und damit gute Chancen auf einen Sitz im Stuttgarter Landtag.

Dorothea Kliche-Behnke hat für die SPD 11,6 Prozent der Stimmen ereicht. Damit hat sie es im zweiten Anlauf fast sicher in den Landtag geschafft. „Klar freue ich mich darüber“, sagte sie. Dennoch war ihre Stimmung auch verhalten.

Dorothea Kliche-Behnke mit dem Spitzenkandidat ihrer Partei Andreas Stoch. Bild: Florian Burkhardt

Wahlkreis Reutlingen: Glaunsinger (CDU) sieht Maskenaffäre als Ursache

21.10 Uhr: Der Reutlinger CDU-Kandidat Frank Glaunsinger hat eher geringe Chancen auf ein Überhangsmandat. Vom CDU-Ergebnis ist er sehr enttäuscht: Seine Partei sei lange Zeit nah dran an den Grünen gewesen. Besonders geschadet habe den Christdemokraten die Maskenaffäre: Die habe die Menschen offenkundig sehr stark „berührt und beeinflusst“. Und daran hätten die schnellen Konsequenzen für die Abgeordneten nichts geändert, sagt er im Video-Interview.

Wahlkreis Reutlingen: Glaunsinger sieht Maskenaffäre als Ursache
Videoplayer konnte nicht geladen werden.

Der Reutlinger CDU-Kandidat Frank Glaunsinger hat eher geringe Chancen auf ein Überhangmandat. Vom CDU-Ergebnis ist er sehr enttäuscht: Seine Partei sei lange Zeit nah dran an den Grünen gewesen. Besonders geschadet habe den Christdemokraten die Maskenaffäre: Die habe die Menschen offenkundig sehr stark „berührt und beeinflusst“. Und daran hätten die schnellen Konsequenzen für die Abgeordneten nichts geändert. Video: Franziska Moser

02:01 min

Wahlkreis Hechingen-Münsingen: Cindy Holmberg (Grüne) holt Direktmandat

21.06 Uhr: Mit 31,61 Prozent sind die Grünen in Hechingen-Münsingen klar stärkste Kraft. Damit holt Cindy Holmberg das Direktmandat. Die Wahlbeteiligung lag bei 64,53 Prozent.

Cindy Holmberg (Grüne) holte das Direktmandat für Hechingen-Münsingen. Bild: Votemanager

In Starzach CDU stärkste Kraft

20.51 Uhr: Nur ganz knapp ist in Starzach die Mehrheit für die CDU ausgefallen: Nicole Hoffmeister-Kraut hat 28,64 Prozent der Stimmen und Erwin Feucht 28,11 Prozent. Die Wahlbeteiligung in Starzach lag bei 67,86 Prozent.

In Starzach lag Nicole Hoffmeister-Kraut knapp vorne. Bild: Votemanager

Landes-Grüne: Sehen sich bestätigt und wollen Stabilität

20.45 Uhr: Der grüne Ministerpräsident Winfried Kretschmann will nach seinem Wahlsieg in Baden-Württemberg mit allen demokratischen Parteien über eine Regierungsbildung sprechen. Das Ergebnis nehme er „mit großer Dankbarkeit und Demut an.“ Der Sozialminister Manne Lucha (Grüne) sieht im absehbar guten Abschneiden der Grünen bei den baden-württembergischen Landtagswahlen eine Bestätigung der Arbeit seiner Partei. Das Ergebnis sei auch vor dem Hintergrund der Belastungen der Menschen durch die Corona-Pandemie zu sehen.

Wahlkreis Tübingen: Arnold für Fortsetzung von Grün-Schwarz

20.15 Uhr: Für die Staatsministerin und CDU-Bundestagsabgeordnete Annette Widmann-Mauz war der Wahlsonntag „ein bitterer Tag“. Die CDU erreichte um die 23 Prozent und damit das schlechteste Ergebnis, seit die Partei in Baden-Württemberg antritt. „Wir konnten weder mit den Themen durchdringen noch mit der Person“, sagte Widmann-Mauz. Die CDU müsse sich viel stärker damit auseinander setzen, wie sie dem Anspruch, wieder Volkspartei zu sein, besser gerecht werden könne und dafür auf „mehr Vielfalt“ setzen.

Die CDU-Kandidatin im Wahlkreis Tübingen Diana Arnold sieht angesichts des schlechten Abschneidens ihrer Partei kaum Chancen für ein Mandat. Sie zeigte sich enttäuscht vom „bitteren CDU-Ergebnis“. Nun müsse die Partei ihre Hausaufgaben machen. Als Gründe für das Ergebnis sieht Arnold die schwierigen Verhältnisse in der Pandemie, die zu Unzufriedenheit mit der Regierungspolitik geführt hätten. Trotzdem ist sie für eine Fortsetzung der Koalition mit den Grünen: Das wünschten sich auch viele Wähler, ist Arnold überzeugt.

Wahlkreis Tübingen: Diana Arnold für Fortsetzung von Grün-Schwarz
Videoplayer konnte nicht geladen werden.

Die CDU-Kandidatin im Wahlkreis Tübingen Diana Arnold sieht angesichts des schlechten Abschneidens ihrer Partei kaum Chancen für ein Mandat. Sie zeigte sich enttäuscht vom „bitteren CDU-Ergebnis“. Nun müsse die Partei ihre Hausaufgaben machen. Als Gründe für das Ergebnis sieht Arnold die schwierigen Verhältnisse in der Pandemie, die zu Unzufriedenheit mit der Regierungspolitik geführt hätten. Trotzdem ist sie für eine Fortsetzung der Koalition mit den Grünen: Das wünschten sich auch viele Wähler, ist Arnold überzeugt. Video: Moritz Hagemann

03:11 min

Wahlkreis Reutlingen: Thomas Poreski (Grüne) mit 36,17 Prozent gewählt

20.02 Uhr: Die Stimmen im Wahlkreis Reutlingen sind bereits komplett ausgezählt, hier hat Thomas Poreski, der bereits seit 2011 im Landtag ist, mit 36,17 Prozent der Stimmen mit Abstand das Direktmandat geholt. Frank Glaunsinger (CDU) hat 21,99 Prozent der Stimmen geholt und an dritter Stelle kam Regine Vohrer (FDP) mit 11,33 Prozent der Stimmen. Die Wahlbeteiligung im gesamten Wahlkreis lag bei 63,60 Prozent.

Im Landkreis Reutlingen ist Thomas Poreski mit 36,17 Prozent der klare Sieger. Bild: Votemanager

Irene Schuster (FDP): „Ich bin immer dafür, dass man noch mehr erreichen kann“

20 Uhr: Irene Schuster, die Kandidatin der FDP, hatte sich auf dieses Ergebnis vorbereitet: „Das Ergebnis in Tübingen war erwartbar, das ist ein Trend, der sich gewissermaßen zementiert hat. Im Vergleich zu 2016 haben wir uns gesteigert, das ist positiv, aber ich bin immer dafür, dass man noch mehr erreichen kann.“ Zum Wahlkampf während der Pandemie sagte sie: „Meine erste Landtagskandidatur war anders angedacht. Ich hatte intensiven Bürgerkontakt, am Telefon und per Kontaktformular auf meiner Website. Eine Frage, die es nun im Nachgang zu klären gibt: Inwiefern der Online-Wahlkampf, das Digitale, alle Personen abholen konnte.“

Vier Parteien in Bodelshausen haben zweistellige Ergebnisse geholt

19.57 Uhr: Auch in Bodelshausen haben die Grünen die Mehrheit mit knapp über 30 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag hier bei 59,45 Prozent.

In Bodelshausen haben vier Parteien zweistellige Ergebnisse. Bild: Votemanager

Linken-Kandidatin Haydt vom Wahlausgang enttäuscht

19.53 Uhr: Claudia Haydt, Landesgeschäftsführerin der Linken und Tübinger Wahlkreis-Kandidatin, zeigt sich vom Abschneiden ihrer Partei im Land enttäuscht: „Natürlich haben wir uns gewünscht, dass wir in den Landtag kommen“, so Haydt. „Wir haben auch sehr gutes Feedback bekommen für unseren Wahlkampf, aber am Ende waren für uns vielleicht auch die Rahmenbedingungen zu schwierig.“ Und das obwohl linke Themen (Gesundheit, Bildung, soziale Gerechtigkeit) gerade in den vergangenen Monaten dauernd an der Tagesordnung standen: Für eine Partei, die nicht in der Regierungsverantwortung steht, sei es immer schwierig, in schweren Krisensituationen wahrgenommen zu werden, so Haydt.

In Baden-Württemberg sei es für die Linke zudem extra-schwierig, weil die Wahlberechtigten ihre Stimmen nicht aufteilen können. „Wir müssen nicht darüber spekulieren: Bei anderen Wahlen profiteren wir von dieser Möglichkeit“, so Haydt.

Auch in Rottenburg hat Lede Abal die Mehrheit

19.41 Uhr: Nun fehlt nur noch die Universitätsstadt Tübingen; ansonsten sind im Wahlkreis schon alle Bezirke ausgezählt. In der Stadt Rottenburg hat ebenfalls Lede-Abal (Grüne) die Mehrheit der Stimmen mit 32,55 Prozent geholt, die CDU liegt mit 28,87 Prozent knapp dahinter. Drittstärkste Kraft ist hier die AfD mit 9,43 Prozent.

Die Ergebnisse in der Stadt Rottenburg Screenshot: Votemanager

In Mössingen siegen die Grünen überzeugend

19.36 Uhr: In Mössingen sind alle Bezirke ausgezählt, auch hier liegen die Grünen deitlich vorne. Sie erreichten 35,27 Prozent der abgegebenen Stimmen. Die CDU liegt bei 23,39 Prozent - und die SPD knapp vor der AfD.

In Mössingen holen die Grünen über 35 Prozent. Die SPD liegt wieder vor der AfD. Bild: Votemanager

CDU-Fraktionschef Reinhart: Keine Wechselstimmung im Land

19.33 Uhr: Trotz des absehbar schlechten Abschneidens seiner Partei bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg sieht CDU-Fraktionschef Wolfgang Reinhart das Ergebnis als eine Bestätigung für die Arbeit der grün-schwarzen Regierungskoalition.

Wahlkreis Reutlingen: Ramazan Selcuk (SPD) ist zuversichtlich

19.30 Uhr: Im Wahlkreis Reutlingen kämpft Ramazan Selcuk von der SPD um den Einzug in den Landtag. Seine Prognose: „Wir sind auf einem guten Weg.“ Seine große Hoffnung ist, dass seine SPD in Reutlingen wieder vor der AfD liegen könnte. „Ich bin sehr zuversichtlich“, bekräftigt er im Video-Interview.

Wahlkreis RT: Ramazan Selcuk (SPD) zuversichtlich
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Im Wahlkreis Reutlingen kämpft Ramazan Selcuk von der SPD um den Einzug in den Landtag. Seine Prognose: „Wir sind auf einem guten Weg.“ Seine große Hoffnung ist, dass seine SPD in Reutlingen wieder vor der AfD liegen könnte. „Ich bin sehr zuversichtlich." Video: Franziska Moser

01:04 min

Wahlkreis Tübingen: In Dettenhausen ist die Auszählung vollständig

19.26 Uhr: Die Wahlbeteiligung in den bereits ausgezählten Gemeinden des Wahlkreis Tübingen: Dettenhausen 71,25 %, Ofterdingen: 64,75 %, Neustetten: 70,33 %

Auch in Dettenhausen hat Lede-Abal die Mehrheit der Stimmen

SPD: CDU ist klarer Verlierer beider Landtagswahlen

19.20 Uhr: Dorothea Kliche-Behnke, Kandidatin der SPD für Tübingen und stellvertretende SPD-Landesvorsitzende, verbringt den Wahlabend mit einigen Vertretern der Landes-SPD im Stuttgarter Kleinen Schloss - und ist nervös. Denn ob sie in den Landtag einzieht, hängt davon ab, ob sie prozentual mehr Stimmen im Wahlkreis bekomme als ihr Parteigenosse Ramazan Selcuk in Reutlingen. Dieser hat bisher einen Anteil von 10,44 Porzent, Kliche-Behnke hat bisher 11,5 Porzent der Stimmen im Wahlkreis Tübingen. „Ich wusste je,m dass es so ähnlich werden könnte“´ jetzt hoffe ich, dass alle Wahlkreise schnell ausgezählt werden“, sagte sie gegenüber dem TAGBLATT. Obwohl sie momentan vor Selcuk liegt, wies sie darauf hin, dass die Tübinger SPD noch nie vor der Reutlinger lag.

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Martin Rosemann, der ebenfalls in Stuttgart ist, schrieb in einem ersten Statement: „Die ersten Hochrechnungen zeigen: Die CDU ist der klare Verlierer beider Landtagswahlen. Es gibt in beiden Ländern eine Regierungsmehrheit jenseits der CDU. Das ist auch ein Signal für den Bund: die CDU hat kein Abonnement auf das Kanzleramt. In Baden-Württemberg geht es jetzt darum, eine Regierung zu bilden, die sich um gerechte Bildung, zukunftsfähige Arbeitsplätze, bezahlbaren Wohnraum und echten Klimaschutz kümmert.“

Lede Abal zum Wahlausgang: Klimaschutz und Vertrauen wahlentscheidend

19.14 Uhr: Der Tübinger Landtagsabgeordnete Daniel Lede Abal kann davon ausgehen, sein Direktmandat erneut verteidigt zu haben. Was für ihn die wahlentscheidenden Themen waren, sagt er im Video-Interview: Der Klimaschutz und das Vertrauen in die Regierung bei der Bekämpfung der Pandemie. Am liebsten würde er mit der SPD zusammen regieren.

Wahlkreis Tü: Daniel Lede Abal zum Wahlausgang
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Der Tübinger Landtagsabgeordnete der Grünen Daniel Lede Abal steht vor der erneuten Verteidigung seines Direktmandats. Was seiner Meinung nach die Wahl entschieden hat und mit wem er am liebsten regieren würde, sagt er im TAGBLATT-Video-Interview. Video: Moritz Hagemann

02:53 min

Wahlkreis Tübingen: Auch in Neustetten ist die Auszählung komplett

19.09 Uhr: Nun ist auch die Auszählung in Neustetten vollendet - hier hat Diana Arnold die Mehrheit der Stimmen geholt.

In Neustetten liegt Diana Arnold vorne. Screenshot: Votemanager

Wahlkreis Tübingen: Ofterdingen komplett ausgezählt

19.06 Uhr: Als erste Gemeinde im Wahlkreis Tübingen sind die Stimmen der Gemeinde Ofterdingen bereits ausgezählt.

Die Ergebnisse der Gemeinde Ofterdingen. Screenshot: Votemanager

Kretschmanns Grüne triumphieren, CDU stürzt ab

18.43 Uhr: Winfried Kretschmann wird zum „Evergreen“ in Baden-Württemberg. Seine Grünen können über ein Top-Ergebnis jubeln, während die Südwest-CDU ins Tal der Tränen stürzt. Nun ist die große Frage: Mit wem will Kretschmann in seiner absehbaren dritten Amtszeit regieren?

Wahlkreis Reutlingen: Poreski rechnet mit Direktmandat

18.30 Uhr: Thomas Poreski (Grüne) liegt im Wahlkreis Reutlingen derzeit über dem Landesdurchschnitt: „Ich gehe davon aus, dass ich wieder das Direktmandat hole. Das wäre eine große Ehre und eine große Verantwortung. Wenn Cindy Homberg noch das Direktmandat in Münsingen-Hechingen gewinnt, wäre das mega!“

Erste Reaktion: Poreski (Grüne) froh über Wahlausgang
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Der Grüne Landtagsabgeordnete und Kandidat im Wahlkreis Reutlingen ist froh über die sich abzeichnenden Wahlmöglichkeiten bei der Regierungsbildung. Er geht davon aus, erneut das Direktmandat im Wahlkreis Reutlingen geholt zu haben. Video: Franziska Moser

01:40 min

Coronazahlen: Tübinger Inzidenz steigt auf 41,1

18.08 Uhr: Das Tübinger Gesundheitsamt meldet 13 neue Infektionen mit dem Coronavirus. Damit stieg die Gesamtzahl der registrierten Fälle auf 6405. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner steigt auf 41,1.

Bei den genannten Fällen handelt es sich laut Landratsamt um Kontaktpersonen bekannter Fälle und um neue Einzelfälle. Betroffen sind insgesamt drei Schulen und ein Kindergarten im Kreis. An zwei der Schulen wurden die jeweiligen Klassen samt Lehrpersonal mit einer Quarantäne belegt; an einer Schule gibt es nur eine Teilquarantäne für einige Schüler und Schülerinnen.

Der genannte Kindergarten war bereits betroffen, nun muss eine weitere Gruppe in Quarantäne.

Die erste Prognose ist da: Grüne halten Ergebnis, Verluste für CDU und AfD

18 Uhr: Infratest Dimap meldet 31 Prozent für die Grünen, 23 für die CDU, die AfD sieht das Institut bei 11,5, die SPD bei 12 und die FDP bei 11,5 Prozent. Die Linke ist nach dieser Prognose erneut nicht im Stuttgarter Landtag vertreten.

Die Grünen hätten damit leicht dazu gewonnen (+0,7), ein weiterer Gewinner wäre die FDP (+3,2), die CDU verliert (-4), die AfD ebenso (-3,6) und die SPD leicht gegenüber 2016 (-0,7).

Prognose: Wahlbeteiligung niedriger als 2016

17.52 Uhr: Laut ersten Prognosen liegt die Wahlbeteiligung deutlich niedriger als 2016: Der SWR meldet eine Beteiligung von 62,5 Prozent. Bei der Wahl 2016 lag sie bei 70,4 Prozent. Am höchsten war die Wahlbereitschaft bei baden-württembergischen Landtagswahlen 1972, als 80 Prozent der Wahlberechtigten an die Wahlurnen gingen.

Schon mal die blauen aus den roten Umschlägen geholt

17.04 Uhr: Ausgepackt: Um 16 Uhr hat Wahlvorstand Peter Heyer mit seinem Team in einem von 36 Reutlinger Briefwahl-Lokalen alle 762 roten Wahlbriefe geöffnet und die Umschläge mit den blauen Wahlzetteln in die Urne gesteckt. 26 dieser Briefwahl-Einsendungen waren ungültig. „Meistens fehlte der Wahlschein, manchmal waren auch Wahlzettel und Wahlschein vertauscht“, sagt Heyer, der seit 1981 Wahlvorstand des Briefwahl-Lokals 999_81 ist. „Das ist das erste Reutlinger Briefwahl-Lokal auf dem Reutlinger Rathaus“, sagt Heyer. Einen Stock über ihm hat Wahlleiterin Davina Klemm ihr Büro. „Bis Freitag 18 Uhr waren rund 24.300 Briefwahlunterlagen angefordert worden“, erklärt Klemm, die zum ersten Mal Wahlleiterin ist.

Peter Heyer, Wahlvorstand in einem der 36 Reutlinger Briefwahllokale. Bild: Thomas de Marco

11 neue Infektionen im Kreis Reutlingen

16.47 Uhr: Der Landkreis Reutlingen meldet am Sonntag 11 neu registrierte Infektionen mit dem Coronavirus. Damit gab es insgesamt 9323 Fälle im Kreis Reutlingen.

Bis Mittag viel weniger Leute in den Wahllokalen

15.53 Uhr: Wegen der hohen Briefwählerzahl sind heute deutlich weniger Leute ins Wahllokal gegangen. Nach einer repräsentativ erhobenen Wahlbeteiligung in den Wahllokalen zur Landtagswahl um 14 Uhr wurde ein Rückgang um 15,9 Prozentpunkte gegenüber 2016 zum selben Zeitpunkt verzeichnet (35,5 Prozent). Landeswahlleiterin Cornelia Nesch erklärte dies mit dem pandemiebedingt erwarteten Anstieg der Briefwähleranzahl. In den repräsentativ ausgewählten Wahlbezirken haben demnach 36 Prozent aller Wahlberechtigten Briefwahl beantragt.

Regen, Schnee und Glätte

13.31 Uhr: Die Menschen in Baden-Württemberg müssen sich in den kommenden Tagen auf Gewitter, Schnee und stürmischen Böen einstellen. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes erwarten die Meteorologen am Montag Regen, im Bergland und in Oberschwaben dagegen Schnee. Zudem warnt der Wetterdienst vor Glätte. Die Höchstwerte liegen bei ein bis neun Grad. Auch am Dienstag rechnen die Wetterexperten mit Regen, in mittleren Lagen und im Bergland mit Schnee und Schneeregen. Bereits am Sonntag erwarten die Meteorologen Regen, im Bergland und in Oberschwaben dagegen Schnee. Vereinzelt können auch Gewitter auftreten. Der Wetterdienst warnt zudem vor Glätte und Frost. Die Höchstwerte liegen bei ein bis neun Grad.

Warteschangen vor den Wahllokalen

13.30 Uhr: Vor vielen Wahllokalen im Kreis Tübingen bildeten sich am Sonntagmittag längere Warteschlangen. Ob das an den Verzögerungen wegen der Corona-Hygienebestimmungen oder an einer hohen Wahlbeteiligung lag, konnten die Wahlhelfer vor Ort zunächst nicht einschätzen.

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Daniel Lede Abal (Grüne) freut sich mit Zweitkandidatin Lea Elsemüller. Bild: Anne Faden
CDU-Kandidatin Diana Arnold checkt kurz nach 18 Uhr die Wahlergebnisse. Bild Uli Rippmann
Peter Heyer, Wahlvorstand in einem der 36 Reutlinger Briefwahllokale. Bild: Thomas de Marco
Die neue Reutlinger Wahlleiterin Davina Klemm mit einigen Briefwahlumschlägen. Bild: Thomas de Marco
Landtagswahl am 14. März 2021. Bild: Jonas Bleeser
Wählerschlange vor dem Tübinger Rathaus. Bild: Moritz Hagemann
Flagge zeigen am Wahltag in Tübingen. Bild: Moritz Hagemann
Landtagswahl am 14. März 2021. Bild: Jonas Bleeser
Wählerschlange an der Grundschule auf WHO. Bild: Lisa Maria Sporrer
Wahllokal in der Aula des Mössinger Quenstedtgymnasiums. Bild Uli Rippmann
Warteschlange vor dem Wahllokal Zehntscheuer in Rottenburg. Bild: Angelika Bachmann
25 Urnen mit Briefwahl-Stimmen warten im Tübinger Rathaus auf die Auszählung am Sonntagabend in der Geschwister-Scholl-Schule. Bild: Ulrich Metz

Verhaltener Auftakt in Wahllokalen

12.58 Uhr: Bei Kälte und Schmuddelwetter hat sich am Sonntagmorgen der Andrang in den baden-württembergischen Wahllokalen in Grenzen gehalten. Insgesamt sind 7,7 Millionen Bürger in Baden-Württemberg aufgerufen, den neuen Landtag zu wählen. Wegen der Corona-Pandemie haben viele Wählerinnen und Wähler schon früher per Brief abgestimmt. Wer ab 8 Uhr persönlich im Wahllokal seine Stimme abgeben wollte, musste mit Maske erscheinen. Die Wähler kamen jedoch nur zögerlich in die Puschen: „Im Moment ist es noch ein bisschen verhalten“, sagte eine Sprecherin aus dem Wahlamt der Landeshauptstadt Stuttgart am späteren Morgen. Sie führte dies auf das unwirtliche Wetter und auch auf den großen Anteil der Briefwähler zurück.

 

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Der stürmische Luis hielt die Einsatzkräfte auf Trab

12.20 Uhr: Das Tief „Luis“ hat im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Reutlingen am Wochenende zu Sachschäden, einer Vielzahl kleinerer Verkehrsbehinderungen und zu etwa 100 Polizeieinsätzen geführt. Teilweise waren die örtlichen Feuerwehren und Bauhöfe, Straßenmeistereien und Versorgungsunternehmen eingebunden. Erste Notrufe gingen im Führungs- und Lagezentrum des Polizeipräsidiums am Samstagvormittag gegen 9 Uhr ein, der stürmische Höhepunkt wurde am Samstagnachmittag verzeichnet. Vielerorts wurden Bauzäune, Verkehrszeichen und andere Gegenstände vom Sturm umgeworfen oder auf Straßen und gegen Fahrzeuge geweht. Vereinzelt knickten Bäume um und Ziegel wurden von Dächern gefegt.

Tübingen/Reutlingen: 7-Tage-Inzidenzen steigen

9.33 Uhr: Lothar Wieler, der Chef des Robert-Koch-Instituts (RKI), hatte zum Wochenende beunruhigende Prognosen auf Lager. Nach Ostern sei mit einer bundesweiten 7-Tage-Inzidenz über 200 zu rechnen. Laut Modellrechnung werde kurze Zeit später der Wert 300 überschritten. „In 4 Wochen haben wir eine höhere Inzidenz als zu Weihnachten“, schrieb ein RKI-Statistiker auf Twitter.

Auch in der Region Neckar-Alb stiegen die 7-Tage-Inzidenzen am Wochenende wieder an: 24 neue Infektionen mit dem Coronavirus verzeichnet das Tübinger Gesundheitsamt am Samstag. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner im Kreis stieg damit von 33,7 am Freitag auf 37,6 am Samstag. Im Landkreis Reutlingen stieg die Zahl der Corona-Infektionen im Vergleich zum Freitag um 32, die 7-Tage-Inzidenz von 58,5 auf 65,5.

Derweil erklärte die Stadt Tübingen am Samstag in einer Pressemitteilung nochmals das vom morgigen Montag an geltende „Tübinger Tagesticket“. Dieses soll als Nachweis über einen tagesaktuellen negativen Corona-Schnelltest dienen und ist Zugangsvoraussetzung für zahlreiche Tübinger Betriebe. OB Boris Palmer unterschrieb am Samstag die entsprechende Allgemeinverfügung. Fragen und Antworten zum Tübinger Tagesticket.

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Was halten Sie vom Tübinger Modellversuch mit mehr Lockerungen und verpflichtenden Schnelltests?

Erst zum Schnelltest, dann zum Shoppen, in den Biergarten oder ins Theater: Die Stadt Tübingen soll zum Modellprojekt des Landes werden. Von Montag an gilt Corona-Testpflicht in der Tübinger Altstadt-Zone – auch für Einzelhandel und Friseure. Am Dienstag sollen Außengastronomie und Kultureinrichtungen öffnen.
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Finde ich gut. Nur wenn man es ausprobiert, kann man herausfinden, ob Lockerungen trotz drohender dritter Corona-Welle möglich sind.
72%
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Finde ich falsch. Die Corona-Infektionszahlen sind einfach noch zu hoch, um mit so vielen Lockerungen alles zu riskieren.
2%
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Ist mir egal. Ich bin geimpft.
8506 abgegebene Stimmen
Diese Umfrage ist beendet.

Alles zur Landtagswahl im Kreis Tübingen

9.02 Uhr: Im Wahlkreis Tübingen sind heute etwa 131.500 Menschen zur Wahl aufgerufen. Auch hier haben viele ihre Stimmen schon per Briefwahl abgegeben. Tagblatt-Redakteurin Renate Angstmann-Koch fasst nochmal zusammen, was man im Kreis Tübingen zur Wahl wissen muss. Sie erklärt auch die Ausgangslage und die Vorgeschichte der Kandidatinnen und Kandidaten im Wahlkreis 62 Tübingen. Und wer noch rasch ein Update braucht, für was die Parteien und ihre Kandidaten im Kreis Tübingen stehen, kann sich im Bericht und in der Aufzeichnung des Tagblatt-Wahlpodiums informieren.

Spitzenkandidaten: Lange Linie gegen Tempo

8.15 Uhr: Der bodenständige Superrealo setzt auf Weitsicht, die resolute Kultusministerin inszeniert sich als Macherin. Wie ticken Winfried Kretschmann und Susanne Eisenmann?

Wahlkampfgegner: Winfried Kretschmann (Grüne) und Susanne Eisenmann (CDU). Fotos: Staatsministerium Baden-Württemberg/Dennis Williamson / Thomas Kienzle/dpa / Montage Bock

Wann steht die neue Regierung? Welche Koalitionen sind möglich? Fragen zum Wahlsonntag beantworten Roland Muschel und Jens Schmitz.

Die Lage am Wahlsonntag

8.00 Uhr: Guten Morgen aus der Online-Redaktion. In Baden-Württemberg wird heute ein neuer Landtag gewählt. Im Live-Blog halten wir Sie am Abend über die aktuellen Entwicklungen und die Ergebnisse im Kreis Tübingen und in der Region Neckar-Alb auf dem Laufenden.

25 Urnen mit Briefwahl-Stimmen warten im Tübinger Rathaus auf die Auszählung am Sonntagabend in der Geschwister-Scholl-Schule. Bild: Ulrich Metz

Nach Umfragen dürften die Grünen von Ministerpräsident Winfried Kretschmann wie schon 2016 stärkste Kraft werden. Ihrem Koalitionspartner CDU werden Verluste vorhergesagt. Ob das grün-schwarze Regierungsbündnis fortgesetzt wird, ist unsicher. Die Grünen könnten womöglich eine Ampel-Koalition mit SPD und FDP bilden. 7,7 Millionen Bürger sind wahlberechtigt, darunter etwa 500.000 Erstwählerinnen und Erstwähler. Die Wahllokale sind von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Wegen der Corona-Pandemie haben viele Menschen schon früher per Brief abgestimmt. Der Wahlkampf spielte sich vor allem im Netz und im Fernsehen ab. Im Zentrum stand der Umgang mit der Corona-Pandemie und dem Lockdown. Umfragen, Koalitionen, Stimmungen - so ist die Ausgangslage.

 

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Das Wichtigste vom Tag

Seit Ausbruch der Corona-Pandemie in der Region Tübingen im März 2020 gab es bei tagblatt.de täglich und kostenlos unseren Live-Blog mit aktuellen Meldungen und Links zu wichtigen Artikeln über Covid-19 und den Folgen. Wir haben ihn nun thematisch weiter gefasst: Ab sofort gibt es dort aktuelle Meldungen und Anreißer zu den wichtigsten Geschichten aus der Region Neckar-Alb – nicht nur, aber auch, wenn es um Corona geht. Den Blog gibt es unter dem Titel Der Tag in der Region direkt auf www.tagblatt.de.

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Erstellt:
14. März 2021, 08:00 Uhr
Aktualisiert:
14. März 2021, 08:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 14. März 2021, 08:00 Uhr

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