Reutlingen · Fachkräftenachwuchs

Mehr Ausbildungsverträge im Handwerk als im Vorjahr

Kammer verzeichnet in vielen Betrieben eine hohe Bereitschaft, junge Leute auszubilden.

10.06.2021

Von ST

Nachwuchssorgen hat das Handwerk schon lange. Doch im Bezirk der Handwerkskammer mit den Kreisen Reutlingen, Tübingen, Freudenstadt, Sigmaringen und Zollernalb ist die Ausbildungslage vergleichsweise gut. Bereits jetzt haben sich mehr Jugendliche als vergangenes Jahr für eine Ausbildung im Handwerk entschieden. Ende Mai wurden 697 Ausbildungsverträge registriert – das sind 11,2 Prozent mehr als im Vorjahr.

Das Bau- und Ausbaugewerbe mit 197 neu eingetragenen Lehrverhältnissen meldet sogar ein Plus von 32 Prozent. Das Elektro- und Metallgewerbe legte mit insgesamt 262 Verträgen um 9 Prozent zu, das Holzgewerbe verzeichnet mit aktuell 29 Neuverträgen ein Plus von 7 Prozent. Die meisten Lehrverträge wurden in den Branchen Anlagenmechanik für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (76), Zimmerei (59), Kfz-Mechatronik (55), Elektronik (45), Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement und Maurer (41) sowie für Friseurberuf (39) abgeschlossen.

Die Ausbildungswille vieler Betriebe in der Kammerregion sei also trotz des zunehmenden Wettbewerbs um Talente und der Corona-Einschränkungen nach wie vor hoch. „Die Bereitschaft ist da, auch wenn die Umsetzung durch die Pandemie recht schwer war und ist, da Schulen zum Teil geschlossen waren und Bewerbungsgespräche oft nur online stattfanden“, sagt Kammerpräsident Harald Herrmann. „Bei diesen Bedingungen ist es also sehr erfreulich, dass wieder mehr Jugendliche eine berufliche Ausbildung im krisenfesten Handwerk vorziehen. Das ist sicherlich auch ein Verdienst unserer Betriebe, die trotz Corona weiter ausbilden und kein Lehrverhältnis gelöst haben, und auch der Kammer, die unablässig die Werbetrommel für eine Ausbildung im Handwerk rührt.“

Um ihren Fachkräftebedarf zu decken, setzen Handwerksbetriebe weiterhin auf eine Ausbildung im eigenen Unternehmen – darunter auch immer mehr Betriebe, die noch nie ausgebildet haben.

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Erstellt:
10. Juni 2021, 22:05 Uhr
Aktualisiert:
10. Juni 2021, 22:05 Uhr
zuletzt aktualisiert: 10. Juni 2021, 22:05 Uhr

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