Comedy

Mit dem Tretboot nach Ulm

Im Hörspiel „Der neue Bahnhof isch fertig“ vom Stuttgarter Teflon Fonfara soll auch das Münster versetzt werden.

08.05.2021

Von Lena Bautze

Frau Kächele und Frau Peters erleben auf ihrer Fahrt einige kuriose Dinge. Foto: Teflon Fonfara

Stuttgart. Teflon Fonfara ist der Erfinder der schwäbischen Radio-Comedy „Frau Kächele und Frau Peters“ und schrieb und produzierte bis 1998 mehr als 800 Folgen für SDR3. Jetzt hat er für seine Fans ein neues Hörspiel mit dem Titel „Der neue Bahnhof isch fertig“ veröffentlicht, in dem der Musiker aus Stuttgart seine beiden Protagonistinnen wie gewohnt selbst spricht. Erschienen ist es beim Maritim Hörspielverlag.

Fonfaras „Hefezopfweiber“ erleben einige kuriose Dinge auf ihrer Fahrt nach Ulm. Weil die beiden Hausfrauen den Öko-Tarif nehmen und das Grundwasser steigt, fahren sie per Tretboot durch den Tunnel. Unterwegs treffen sie Tunneldealer, einen Gondoliere aus Venedig und andere Reisende wie den Kabarettisten Wommy Wonder. Doch Frau Kächele und Frau Peters biegen falsch ab, stürzen einen Wasserfall hinunter und landen in der Neckarschleuse neben einem Kreuzfahrtschiff. Auch Geldwäsche ist im Gange. In Ulm angekommen, steht ein extremes Bauvorhaben an: Das Münster soll um 50 Meter versetzt werden, damit unterirdisch noch ein Direkttunnel zum Berliner Flughafen entstehen kann. Doch man ist sich noch nicht sicher, wer den Bauauftrag bekommen soll.

Teflon Fonfara bleibt in seinem 90-minütigen Hörbuch seinem Stil treu. Frau Kächele und Frau Peters bieten für schwäbische Hörer sehr viele amüsante Passagen, die Soundeffekte sind auch gut eingesetzt.

Zigeunerschnitzel im Tunnel

Eine kürzere Laufzeit hätte dem Hörspiel jedoch nicht geschadet. Bis es in der Geschichte zu einer Wendung kommt, plätschert viel Wasser die Tretbootstrecke hinunter. Manche Szenen wirken zudem arg albern, so etwa die, in der Zigeunerschnitzel im Tunnel angeliefert werden. Man hat direkt vor Augen, wie das Gericht mit der Soße, den Paprikastückchen und dem Fleisch im Tunnelwasser schwimmt – alles andere als ein Ohrenschmaus. Und dass es ausgerechnet ein Zigeunerschnitzel sein muss, ist doch etwas plump provokant: Ein normales Schnitzel hätte den Zweck ebenso erfüllt.

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Erstellt:
8. Mai 2021, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
8. Mai 2021, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 8. Mai 2021, 06:00 Uhr

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