Schauspieler

Rabauke mit künstlicher Hüfte

Nick Nolte, der an diesem Montag 80 Jahre alt wird, steht noch immer regelmäßig vor der Kamera.

08.02.2021

Von DPA

Nick Nolte denkt mit 80 nicht ans Aufhören. Foto: Jens Büttner/dpa

Los Angeles. Vom Alter lässt sich Nick Nolte nicht stoppen. Im Herbst stand der Hollywood-Veteran für den Action-Thriller „Blackout“ vor der Kamera. Davor schlug Nolte als kampflustiger Eremit in „Angel Has Fallen“ (2019) zu. Nolte, der am diesem Montag 80 Jahre alt wird, denkt nicht ans Aufhören. „Ich will mich nicht zur Ruhe setzen, niemals. Ich wüsste nicht, was ich tun sollte“, beteuerte er 2018 im Interview der Zeitschrift „People“. Da hatte er gerade unter der Regie von Til Schweiger „Head Full of Honey“, das englischsprachige Remake von „Honig im Kopf“, abgedreht. Nolte spielte den an Alzheimer erkrankten Großvater, seine damals elfjährige Tochter Sophia Lane Nolte verkörperte die Enkelin. Eine besondere Erfahrung, auch wenn der Film ein Flop wurde.

Auch wenn Nolte von Ruhestand nichts hält, so spürt er doch die Jahre. Nach den Dreharbeiten zur Buddy-Komödie „Picknick mit Bären“ (2015) brauchte er eine neue Hüfte. Die Malaisen können Nolte aber nicht bremsen. Als ehemaliger Boxer und Alkoholiker in dem Drama „Warrior“ legte er 2012 eine bewegende Vaterrolle hin – sie brachte ihm seine dritte Oscar-Nominierung ein.

Kein Kind von Traurigkeit

Zehn Jahre zuvor stand er mit Hawaii-Hemd, zerzaustem Haar und trübem Blick ungewollt im Rampenlicht. 2002 hatte ihn die Polizei nahe Malibu nach einer Schlangenlinienfahrt festgenommen. Laut Polizeibericht stand er unter dem Einfluss einer Partydroge. Er kam mit Bewährung davon.

Nolte lernte sein Handwerk als Schauspieler als Mitglied eines Wandertheaters. Erst mit 35 Jahren gelang ihm der Durchbruch, erst im Fernsehen, dann im Kino mit dem Unterwasser-Thriller „Die Tiefe“ (1977). Die Zeitschrift „People“ kürte ihn 1992 zum „Sexiest Man Alive“. Da hatte Nolte – bereits 51 – gerade in der Romanze „Herr der Gezeiten“ einer Psychiaterin (Barbra Streisand) sein Innerstes offenbart. Oft spielte er schwierige Charaktere, etwa den trinksüchtigen Kleinstadt-Sheriff Wade Whitehouse in „Der Gejagte“. Barbara Munker

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Erstellt:
8. Februar 2021, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
8. Februar 2021, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 8. Februar 2021, 06:00 Uhr

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