Tübingen

Rechenfehler

In seinem Leserbrief „Bedürfnis nach Holz“ (13. Mai) befasste sich Karl Heinrich Ebert mit der Klimabilanz der Holzwirtschaft und antwortete so auf einen Leserbrief von Werner Zorn, der hier kontert.

21.05.2022

Von Werner Zorn, Tübingen

Karl Heinrich Ebert schreibt, „die Klimabilanz bei nachhaltig bewirtschafteten Wäldern ist besser als bei stillgelegten Wäldern“. Diese Aussage basiert wohl auf der Studie von Schulze et al. mit Roland Irslinger von der Forsthochschule Rottenburg. Allerdings hat dessen Kollege, Prof. Rainer Luick, nachgewiesen, dass die Erkenntnis dieser Studie auf einem „eklatanten Rechenfehler“ beruht, indem fälschlicherweise Flächen in die Untersuchung einbezogen wurden, die gar keine Waldflächen waren. Die Erkenntnisse aus dieser Studie verkehren sich dadurch ins krasse Gegenteil.

Boris Palmer hat in der Podiumsdiskussion zum „Wald in der Kommunalpolitik“ gesagt, dass der Tübinger Stadtwald ein Zuschussgeschäft sei. Warum wird das Holz dann nicht zu kostendeckenden Preisen an die Holzindustrie verkauft und diese somit von der Kommune subventioniert? Wenn die Holzindustrie kostendeckende Preise nicht bezahlen will, bleiben die Bäume eben im Wald und speichern weiter CO2. Für die CO2-Speicherung ihrer Wälder sollten die Waldbesitzer dann eine finanzielle Prämie aus dem gleichen Topf erhalten, in den die Industrie mit dem Kauf von Emissionsrechten einbezahlt.

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Erstellt:
21.05.2022, 01:00 Uhr
Lesedauer: ca. 1min 31sec
zuletzt aktualisiert: 21.05.2022, 01:00 Uhr

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