Rottenburg

Seniorin um viel Bargeld betrogen

Telefonbetrüger haben in den vergangenen Tagen eine Seniorin aus Rottenburg um einen fünfstelligen Bargeldbetrag gebracht. Das meldet die Polizei und warnt.

09.05.2021

Von hz

Die Kriminellen hatten in einem ersten Telefonat behauptet, ihre Nichte müsse nach einem Verkehrsunfall einen fünfstelligen Geldbetrag bezahlen, um nicht verhaftet zu werden. Die Seniorin glaubte die Geschichte der Täter und übergab diesen Bargeld. In einem weiteren Telefonat gaben sich die Betrüger als Polizeibeamte aus und forderten weiteres Geld. Ein Angehöriger der Geschädigten verhinderte jedoch eine weitere Geldübergabe.

Die Polizei warnt und rät:

Seien Sie misstrauisch, wenn sich Anrufer am Telefon nicht mit Namen melden. Raten Sie nicht, wer anruft, sondern fordern Sie Anrufer grundsätzlich auf, ihren Namen selbst zu nennen.

Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht erkennen. Erfragen Sie Dinge, die nur der richtige Verwandte oder Bekannte wissen kann.

Geben Sie keine Details zu Ihren familiären und finanziellen Verhältnissen preis.

Lassen Sie sich nicht drängen und unter Druck setzen. Nehmen Sie sich Zeit, um die Angaben des Anrufers zu überprüfen. Rufen Sie die jeweilige Person unter der Ihnen lange bekannten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen.

Wenn ein Anrufer Geld oder andere Wertsachen von Ihnen fordert: Besprechen Sie dies mit Familienangehörigen oder anderen Ihnen nahestehenden Personen.

Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen wie Schmuck an unbekannte Personen.

Kommt Ihnen ein Anruf verdächtig vor, informieren Sie unverzüglich die Polizei unter der Nummer 110.

Sind Sie bereits Opfer eines Enkeltricks geworden, dann zeigen Sie die Tat unbedingt bei der Polizei an. Dies kann der Polizei helfen, Zusammenhänge zu erkennen, andere Personen entsprechend zu sensibilisieren und die Täter zu überführen.

Lassen Sie Ihren Vornamen im Telefonbuch abkürzen (aus Herta Schmidt wird beispielsweise H. Schmidt). So können die Täter Sie gar nicht mehr ausfindig machen. Zum Ändern eines Telefonbucheintrags wenden Sie sich an die Telekom.

Bewahren Sie Ihre Wertsachen, größere Geldbeträge und andere Wertgegenstände nicht zuhause auf, sondern auf der Bank oder im Bankschließfach.

Weitere wertvolle Tipps hierzu und zu weiteren Betrugsmaschen gibt es im Internet auf der Seite www.polizei-beratung.de.

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Erstellt:
9. Mai 2021, 12:59 Uhr
Aktualisiert:
9. Mai 2021, 12:59 Uhr
zuletzt aktualisiert: 9. Mai 2021, 12:59 Uhr

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