Regisseur

Spezialist für Action und Abenteuer

Richard Donner drehte Klassiker wie „Das Omen“, „Superman“ und „Lethal Weapon“. Jetzt ist er mit 91 Jahren gestorben.

07.07.2021

Von Barbara Munker

Der Regisseur Richard Donner. Foto: Kay Blake/ZUMA Wire/dpa

Los Angeles. „Das Omen“, „Superman“ und dann „Lethal Weapon“: Mit der Blockbusterserie über das ungleiche Polizistenduo Martin Riggs und Roger Murtaugh schaffte Richard Donner endgültig den Sprung in die Riege von Hollywoods besten Action-Regisseuren. Seit 1987 schickte er Mel Gibson und Danny Glover viermal als Cops in Los Angeles auf Verbrecherjagd, zuletzt 1998 in „Lethal Weapon – zwei Profis räumen auf“. Nun ist der Kultregisseur im Alter von 91 Jahren gestorben, wie seine Frau Lauren Shuler Donner am Montag bestätigte.

Der gebürtige New Yorker stand in den 1950er Jahren zunächst auf der Bühne und wollte Filmschauspieler werden, als er von Hollywood-Regisseur Martin Ritt („Der Spion, der aus der Kälte kam“) zurechtgewiesen wurde. „Du lässt dir nichts sagen. Es ist besser, wenn du Regisseur wirst“, habe ihm Ritt damals empfohlen, erzählte Donner 2017 bei einer Ehrengala der Oscar-Akademie.

Oscar für Spezialeffekte

Donner nahm sich den Rat zu Herzen und wurde Ritts Regieassistent. In den 1960er und 1970er Jahren drehte er Episoden von TV-Serien wie „The Twilight Zone“, „Cannon“, „Kojak“ und „Die Straßen von San Francisco“. Dann stieß er auf das Drehbuch für einen Okkult-Horror-Film, brachte „Das Omen“ (1976) auf die große Leinwand und wurde quasi über Nacht berühmt. Zwei Jahre später landete er mit „Superman“ (1978) den nächsten Blockbuster, der den Oscar für die besten Spezialeffekte gewann.

Donner hatte in vielen Genres Erfolg: „The Toy - Der Spielgefährte“ (1982) war eine Komödie um einen verzogenen Sprössling. Beim Abenteuerfilm „Die Goonies“ über eine schatzsuchende Jugendbande war Steven Spielberg als Produzent an Bord. Und in der Fantasy-Romanze „Der Tag des Falken“ brachte er Michelle Pfeiffer und Rutger Hauer zusammen. Mel Gibson war wieder dabei, als Donner mit Jodie Foster und James Garner die Western-Komödie „Maverick“ drehte.

Viele Hollywoodgrößen trauern um Donner. Steven Spielberg nahm mit großen Worten Abschied: Mit ihm Zeit zu verbringen sei so gewesen, als wäre man mit „seinem Lieblingstrainer, dem klügsten Professor, dem wildesten Motivator, dem liebenswertesten Freund, dem treuesten Verbündeten“ zusammen.

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Erstellt:
7. Juli 2021, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
7. Juli 2021, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 7. Juli 2021, 06:00 Uhr

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