Verkehr

Streit um Landeskampagne zur Abgabe des Führerscheins

VdK kritisiert Kampagne des Landes, die sich an über 65-Jährige richtet, als „Mogelpackung“.

25.11.2021

Von epd

Freiburg. Der Sozialverband VdK in Baden-Württemberg ist verärgert über eine Kampagne des Landes, ältere Menschen zur Abgabe ihres Führerscheins zu motivieren. Der Verband kritisiert die Aussage des baden-württembergischen Verkehrsministeriums, Menschen ab 65 seien besonders häufig an Verkehrsunfällen beteiligt. Laut Statistischem Bundesamt sei es genau umgekehrt: Senioren verunglückten mit einem Anteil von 13,5 Prozent unterdurchschnittlich auf der Straße.

Hans-Josef Hotz, Vorsitzender des VdK Baden-Württemberg, sagte: „Unserer Auffassung nach ist ausschließlich die individuelle Fahrtüchtigkeit entscheidend – nicht das Lebensalter!“ Jeder dritte Baden-Württemberger lebe im ländlichen Raum. Da der Öffentliche Personennahverkehr unzureichend ausgebaut sei, werde für ältere Menschen ohne Auto der Zugang etwa zu medizinischer Versorgung erschwert.

Das Land möchte mit der Kampagne „Bus und Bahn statt Führerschein“ die Straßen sicherer machen. Bislang beteiligen sich 15 Verkehrsverbünde an dem Landesprojekt. Wenn Senioren ihre Fahrerlaubnis abgeben, dürfen sie ein Jahr lang kostenlos den öffentlichen Nahverkehr in ihrer Region nutzen. Für den VdK ist das eine „Mogelpackung“. Wer nach Ablauf des kostenfreien Probejahres seinen Führerschein wiederhaben wolle, müsse finanzielle und bürokratische Hürden in Kauf nehmen. epd

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Erstellt:
25. November 2021, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
25. November 2021, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 25. November 2021, 06:00 Uhr

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