Facebook

Virtuelle Welt soll 10 000 Jobs schaffen

Netz-Riese plant den Aufbau des „Metaverse“ mit Hilfe von Hochqualifizierten aus der Europäischen Union.

19.10.2021

Von dpa/afp

Einen Zugang zum „Metaverse“ sollen VR-Brillen bieten. Bild: Josh Edelson/afp

Menlo Park. Facebook-Gründer Mark Zuckerberg will „eine virtuelle Umgebung schaffen, in der man mit Menschen in digitalen Räumen zusammensein kann“. Dieses „Metaverse“ soll nicht mehr nur als abstrakte Utopie existieren, sondern mit tatkräftiger Unterstützung aus Europa in die Praxis umgesetzt werden. Dazu will Facebook in den kommenden fünf Jahren in der EU 10 000 Arbeitsplätze schaffen. Die EU verfüge über eine Reihe von Vorteilen, die es zu einem großartigen Ort für Investitionen von Tech-Unternehmen machen, erklärte Facebook. Zu diesen Vorzügen gehörten ein großer Verbrauchermarkt, erstklassige Universitäten sowie hochtalentierte Arbeitskräfte.

Unter „Metaverse“ versteht Facebook eine Welt, in der physikalische Realität mit erweiterter (augmented reality, AR) und virtueller Realität (VR) in einer Cyberwelt verschmelzen. Der Begriff stammt vom amerikanischen Schriftsteller Neal Stephenson, der ihn erstmals im Jahr 1992 in seinem Science-Fiction-Roman „Snow Crash“ verwendet hat. Wie das „Metaverse“ von Facebook für die Anwender genau aussehen wird, steht noch nicht fest. Zuckerberg bezeichnete vor Finanzanalysten das Metaversum als die „nächste Generation des Internets“, die eine große Bedeutung habe. Es sei das nächste Kapitel für Facebook als Unternehmen. Zuckerberg betonte, „ein verwirklichtes Metaverse könnte einem funktionierenden Teleportationsgerät am nächsten kommen“. Man werde von allen Geräten wie Smartphones, PCs und speziellen Brillen für virtuelle und erweiterte Realitätserfahrungen darauf zugreifen können. Und man werde dort praktisch alles machen können, was im heutigen Internet auch möglich sei, also zum Beispiel mit Freunden kommunizieren, arbeiten oder einkaufen.

Die Ankündigung von Facebook kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der US-Konzern international massiv unter Druck steht. Die ehemalige Facebook-Managerin und Whistleblowerin Frances Haugen hatte Anfang Oktober bei einer Anhörung im US-Senat die Politik dazu aufgerufen, das Online-Netzwerk zu mehr Transparenz zu zwingen. dpa/afp

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Erstellt:
19. Oktober 2021, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
19. Oktober 2021, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 19. Oktober 2021, 06:00 Uhr

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