Tübingen

Vorher durchziehen

Die Stadt Tübingen will nächstes Jahr das Anwohnerparken teurer machen. Dazu gab es auch ein „Übrigens“ von Gernot Stegert.

30.07.2021

Von Stratos Fairer, Tübingen

Bis Donnerstag lief die Bürgerbefragung bezüglich Mobilität. Der Klimaausschuss und der OB haben aber bezüglich einer Frage (Parkgebühren) schon vier Tage vorher eine Beschlussvorlage („das Zwölffache fürs Parken") und auch schon einen Plan mit dem Extra Geld („365-Euro-Ticket im Stadtverkehr soll kommen" vom 21. Juli im TAGBLATT).

Wenn es also keine überwältigende Mehrheit gegen die Gebühren gäbe, würde der Gemeinderat die Vorlage nächste Woche vermutlich annehmen. Offensichtlich ist das die Lehre aus der letzten Befragung bezüglich Mobilität: die Bürger zwar befragen, den Plan aber schon vorher durchziehen. Da kommt man sich als Bürger düpiert vor, was das Abstimmungsverhalten negativ beeinflusst.

Dazu fehlt es nach wie vor an einer Faktenlage, um die Entscheidung zu begründen: Gibt es Studien (reale oder virtuelle) die beweisen, dass Reduzierung der Parkplätze weniger Verkehr verursacht? Wenn nicht, sollte die Stadt schon mal ausführliche Messungen durchführen, unter anderem von CO2 an den Stadteingängen an der B27 und an der B28.

Dass autofeindliche Beschlüsse der Befriedigung der Wählerschaft dienen, aber dem Klima sogar schaden, hat man beim Tempolimit am Stadtgraben und bei der Probesperrung der Mühlstraße gelernt.

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Erstellt:
30. Juli 2021, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
30. Juli 2021, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 30. Juli 2021, 01:00 Uhr

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