Homeoffice

DGB fordert digitale Vertretung

Die meisten wollen weniger ins Büro. Doch dies soll den Schutz der Beschäftigten nicht mindern.

18.05.2021

Von dpa

Berlin. Arbeitnehmer sollten nach Ansicht des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) auch im Homeoffice nicht von gemeinsamer Vertretung gegenüber Vorgesetzten abgeschnitten sein. Nötig sei es, im geplanten Gesetz zur Modernisierung von Betriebsräten ein digitales Zugangsrecht für Arbeitnehmervertreter zu verankern, sagte DGB-Chef Reiner Hoffmann. Das Gesetz wird derzeit im Sozialausschuss des Bundestags beraten und soll am Freitag beschlossen werden. Mit dem Gesetz sollen Betriebsratswahlen vereinfacht werden. Um den Schutz von Arbeitnehmern bei der Gründung eines Betriebsrats zu verbessern, soll der Kündigungsschutz verbessert werden. Die Arbeitgebervereinigung BDA lehnt dies ab.

Laut einer Umfrage des Beratungsunternehmens EY äußerten 81 Prozent, sie wollten in Zukunft nicht mehr an allen Wochentagen im Büro arbeiten. 38 Prozent bevorzugen demnach wöchentlich drei bis vier, 36 Prozent nur noch ein bis zwei Büroarbeitstage. 7 Prozent gaben an, ausschließlich von zu Hause arbeiten zu wollen. Umgekehrt wollen 19 Prozent der Befragten künftig nicht (mehr) aus dem Homeoffice arbeiten, wenn es nach ihnen geht. Besonders groß ist der Wunsch nach flexibleren Modellen bei den 20- bis 30-Jährigen: In dieser Altersgruppe gaben 86 Prozent an, einen Teil ihrer Arbeitszeit künftig aus dem Homeoffice erledigen zu wollen.

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Erstellt:
18. Mai 2021, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
18. Mai 2021, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 18. Mai 2021, 06:00 Uhr

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