Tübingen · Missbrauch

Pflegetöchter-Prozess: Psychologin will den Opfern helfen

Die Psychologin Heidrun Overberg startet eine Spendenaktion.

09.03.2021

Von uja

H. Overberg. Privatbild

Der Prozess ist abgeschlossen: Der Mann, der seine Pflegetöchter jahrelang sexuell misshandelt hat, wurde zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt (wir berichteten). Doch für die beiden Pflegetöchter ist das Leid damit noch nicht zu Ende. Vor allem der älteren, die am Asperger-Syndrom leidet, geht es nicht gut. Sie lebt in einem Heim für chronisch psychisch Kranke, wo sie sich nicht wohl fühlt. Gern würde sie (mit psychologischer Unterstützung) selbstständiger leben, doch der Sprung in eine eigene Wohnung scheitert bislang am Geld.

Die Psychologin Heidrun Overberg, die sich für die junge Frau stark engagierte und bis heute Kontakt zu ihr hält, hat deshalb eine Spendenaktion initiiert. Sie bittet die TAGBLATT-Leser/innen, den beiden Pflegetöchtern zu helfen. Für die Aktion hat die Diakonie ein Spendenkonto eingerichtet. Das Geld darauf wird den Frauen nicht einfach überwiesen, sondern soll dazu dienen, bestimmte nötige Ausgaben zu finanzieren.

Geld wird nur gegen Beleg ausgezahlt“, sagt Esther Peylo, Geschäftsführerin des Diakonischen Werks Tübingen. Sollte mehr Geld zusammenkommen als nötig, werde es für Hilfe in ähnlichen Fällen verwendet oder zur Aufklärung und Prävention bei Missbrauch. Peylo und Overberg betonen, dass die Spenden komplett dem gedachten Zweck zugutekommen: „Es wird kein Geld für Verwaltung ausgegeben.“

So kann man spenden

Unter dem Betreff „Zurück ins Leben: Initiative Overberg“ kann man auf das Konto bei der KSK Tübingen, IBAN DE 56 6415 0020 0000 0120 36, spenden. Die Diakonie verschickt auf Wunsch Spendenbescheinigungen.

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Erstellt:
9. März 2021, 23:24 Uhr
Aktualisiert:
9. März 2021, 23:24 Uhr
zuletzt aktualisiert: 9. März 2021, 23:24 Uhr

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