Tübingen · „Übrigens“

Für welche Projekte unsere Leser bisher gespendet haben

Lisa Maria Sporrer hat die Spenden den Projekten zugeordnet.

15.12.2020

Von lms

Es sei, erinnere ich mich an eines der Gespräche, wirklich schwierig momentan auf große Spendensummen zu hoffen. Das TAGBLATT wollte zur diesjährigen Weihnachtsspendenaktion bei den Projekten – gleich drei sind es ja in diesem Jahr – keine zu großen Erwartungen wecken. Die Kurzarbeit bringt bei vielen Arbeitnehmern weniger Geld monatlich aufs Konto, und etliche Firmen leiden unter der mangelnden Auftragslage. Daher rechnete, zumindest ich, mit einer deutlich geringeren Spendenbereitschaft. Und sollte mich irren.

Über 130000 Euro wurden bereits für Schnelltests, Kunst und Kulturschaffende und die Palliativstation gespendet. Und dabei läuft die Weihnachtsspendenaktion erst seit Ende November. Aber welches Projekt wurde bisher mit welchem Spendenbetrag bedacht? Das ist bei drei Projekten wirklich schwierig auseinanderzurechnen. Der Blick auf das Spendenkonto war dann aber so rührend, dass ich mir gerne die Nacht um die Ohren geschlagen habe, um mit vier verschiedenfarbigen Textmarkern die Beträge den jeweiligen Projekten zuzuordnen.

Sicher wäre das mit der Excel-Suchfunktion viel schneller gegangen, aber die TAGBLATT-Weihnachtsspendenaktion liegt mir am Herzen, und ein Programm hätte nicht die vielen kleinen individuellen Nettigkeiten entdeckt, über die ich mich in der besagten Nacht freuen konnte: Neben Formalien haben einige Spender auf ihrer Überweisung Grußbotschaften verfasst: „Weiterhin gutes Gelingen“, schreibt ein Spender, eine andere: „Vielen Dank für die schöne Aktion und Ihnen eine schöne Vorweihnachtszeit.“

Auch größere Bareinzahlungen tauchen in den Belegen auf: Weil einige Menschen, die sich am Arztmobil testen lassen, ihre Spende dort abgeben, zahlt einmal pro Woche ein Mitarbeiter dieses Projekts den gesammelten Barbetrag auf das Spendenkonto ein. Für die Schnelltests, die Lisa Federle und das Deutsche Rote Kreuz mit dem Arztmobil momentan kostenlos in der Stadt anbieten, ist bisher auch am meisten Geld eingegangen: 62063 Euro wurden bereits für die Schnelltests gespendet.

Für Kunst und Kultur kamen bislang 27297 Euro zusammen und für die Palliativstation 18985 Euro. Viele Spender bedachten dabei nicht nur ein bestimmtes Projekt, sondern verteilten das Geld, oft auch zu gleichen Teilen auf alle drei Projekte. So gingen bisher zusätzlich zu den Beträgen, die den jeweiligen Projekten zugeordnet werden können, weitere 23618 Euro auf dem TAGBLATT-Konto ein. Wenn die Weihnachtsspendenaktion Mitte Januar endet, wird dieser Betrag zu gleichen Teilen auf die drei Projekte verteilt.

Bis dahin ist ja aber noch etwas Zeit. Und sollte die Spendenbereitschaft weiterhin so groß bleiben, werde ich mich gerne noch einmal nachts mit den bunten Textmarkern auf die Suche nach sonst unentdeckten Botschaften machen.

Zum Artikel

Erstellt:
15. Dezember 2020, 22:34 Uhr
Aktualisiert:
15. Dezember 2020, 22:34 Uhr
zuletzt aktualisiert: 15. Dezember 2020, 22:34 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Sie möchten diesen Inhalt nutzen? Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Lizenzierung.

Push aufs Handy

Die wichtigsten Nachrichten direkt aufs Smartphone: Installieren Sie die Tagblatt-App für iOS oder für Android und erhalten Sie Push-Meldungen über die wichtigsten Ereignisse und interessantesten Themen aus der Region Tübingen.

Newsletter

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder als Benutzer kostenlos neu registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter verwendet - nur falls Sie auch weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese.
Das Tagblatt in den Sozialen Netzen
Facebook Sport      Faceboook      Instagram      Twitter      Tagblatt-App