Der Tag in der Region

Live-Blog | Ausschlussverfahren gegen Palmer könnte sechs Monate dauern

08.05.2021

Von hz

Kommentar zum Parteiausschluss-Verfahren

21.46 Uhr: Empörung in allen Lagern: Nach seinem ironisch gemeinten Facebook- Post wollen die Landes-Grünen Boris Palmer aus der Partei ausschließen. Des stellvertretende Tagblatt-Chefredakteur Ulrich Janßen meint: Mit Herrenwitzen rettet man die Meinungsfreiheit nicht. In seinem Kommentar befasst er sich mit Boris Palmers Liebe zur Ironie.

Werbung für ihre Sportart

21.01 Uhr: Die Leichtathletik ist nach schwierigen Corona-Zeiten glanzvoll auf die Bühne des Sports zurückgekehrt. Die 36. Auflage der krummen Strecken im Pliezhäuser Schönbuchstadion sah hochambitionierte Olympiakandidaten für die Spiele in Tokio (30. Juli bis 8. August) und nur motivierte Läuferinnen und Läufer nach dem Motto: Wehe wenn sie losgelassen!

Dauer des Verfahrens gegen Palmer bis zu sechs Monate

19.10 Uhr: Die baden-württembergischen Grünen rechnen damit, dass das Ausschlussverfahren gegen den Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer insgesamt zwischen drei und sechs Monate dauern könnte. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Sonntag in Stuttgart aus der Grünen-Landesspitze.

Der Landesparteitag hatte am Samstag mit einer Dreiviertel-Mehrheit beschlossen, dass der Landesvorstand das Parteiordnungsverfahren vorbereiten und beim zuständigen Schiedsgericht einreichen soll. Die Grünen werfen dem 48-Jährigen Rassismus vor. Palmer trage mit wiederholten „inszenierten Tabubrüchen“ zu einer Spaltung der Gesellschaft bei. In der Grünen-Satzung heißt es: „Der Ausschluss kann erfolgen, wenn das Mitglied vorsätzlich gegen die Satzung oder Ordnung der Partei verstößt und ihr damit schweren Schaden zugefügt hat.“

Zuständig dürfte die Kreisschiedskommission in Tübingen sein. Sollte sie Palmer ausschließen, könnte er binnen 30 Tagen nach Bekanntgabe des schriftlichen Beschlusses das Landesschiedsgericht anrufen. Danach wäre noch eine Berufung vor dem Bundesschiedsgericht möglich.

Boris Palmer. Bild: Ulmer

Kreis Tübingen: Inzidenz steigt leicht an

18.45 Uhr: Das Landratsamt Tübingen meldet am Sonntag 33 neue Infektionen mit dem Coronavirus. Damit liegt die Gesamtzahl im Kreis Tübingen bei 8837 Fällen. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner im Landkreis steigt von 139,1 auf 142,1.

Kreis Tübingen

  • Neuinfektionen: 33
  • Gesamtfälle: 8837
  • 7-Tage-Inzidenz: 140,1 (+3)
  • Todesfälle: 172 (0)

Bei den neuen Fällen handle es sich um Kontaktpersonen bereits bekannter Infizierter sowie um neue Einzelfälle. Es kam kein weiterer Todesfall hinzu. Bisher starben 172 Menschen im Kreis in Zusammenhang mit Covid-19.

Kreis Reutlingen: 43 neue Infektionen

16.39 Uhr: Der Landkreis Reutlingen meldet am Sonntag 12.893 Infektionen mit dem Coronavirus, das sind 43 mehr als am Samstag. Die 7-Tage-Inzidenz im Kreis liegt laut Robert-Koch-Institut (RKI) am Sonntagmorgen bei 143,9.

Kreis Reutlingen (LGA)

  • Neuinfektionen: 41
  • Gesamtfälle: 12.879
  • 7-Tage-Inzidenz: 136,6 (-7,3)
  • Todesfälle: 255

In seiner täglichen Fallzahlenmeldung verwendet das Landratsamt Reutlingen die Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI), die aufgrund von Meldeverzögerungen nicht mit den jüngeren Zahlen des Landesgesundheitsamtes (LGA) übereinstimmen.

Hänsel auf Platz 5 der Linken-Landesliste gewählt

15.48 Uhr: Die Linke Baden-Württemberg hat am Sonntag in Leinfelden-Echterdingen ihre Landesliste für die Bundestagswahl aufgestellt. Die Tübinger Bundestagsabgeordnete Heike Hänsel wurde mit 65 Prozent auf Platz 5 der Liste gewählt. Aktuell sind die baden-württembergischen Linken mit sechs Abgeordneten im Bundestag vertreten.

Kurz vor der Nominierung musste sich Hänsel rechtfertigen, weil sie ihren Tübinger Mitbewohner Henning Zierock als Mitarbeiter in ihrem Bundestagsbüro beschäftigt. „Wenn die beiden ein Paar sind, ist das nicht akzeptabel. Dann müssen auch Konsequenzen gezogen werden“, zitierte der „Spiegel“ am Freitagabend die Linken-Abgeordnete Sabine Leidig. Hänsel und Zierock dementieren, ein Paar zu sein. Das Beschäftigungsverhältnis stehe „im Einklang mit den einschlägigen rechtlichen Vorschriften und Verhaltensregeln des Deutschen Bundestags“, so Hänsel gegenüber dem „Spiegel“.

Rottenburger Seniorin um viel Bargeld betrogen

14.11 Uhr: Telefonbetrüger haben in den vergangenen Tagen eine Seniorin aus Rottenburg um einen fünfstelligen Bargeldbetrag gebracht. Das meldet die Polizei. Die Kriminellen hatten in einem ersten Telefonat behauptet, ihre Nichte müsse nach einem Verkehrsunfall einen fünfstelligen Geldbetrag bezahlen, um nicht verhaftet zu werden. Die Seniorin glaubte die Geschichte der Täter und übergab diesen Bargeld. In einem weiteren Telefonat gaben sich die Betrüger als Polizeibeamte aus und forderten weiteres Geld. Ein Angehöriger der Geschädigten verhinderte jedoch eine weitere Geldübergabe. Die Polizei warnt und rät ...

16-jährige Rollerfahrerin bei Unfall schwer verletzt

Sonntag, 12.30 Uhr: Schwer verletzt wurde eine 16-jährige Rollerfahrerin bei einem Unfall am Samstagnachmittag bei Seebronn. Gegen 14.15 Uhr wollte sie mit ihrem Roller von einen Feldweg am Ortsausgang von Seebronn nach links auf die K6920 Richtung Remmingsheim einbiegen. Dabei übersah die Jugendliche den VW-Touran einer 54-Jährigen, die aus ihrer Sicht von rechts auf der Vorfahrtsberechtigten K6920 von Seebronn her kam. Im Einmündungsbereich kam es zur Kollision, wobei die 16-Jährige auf die Fahrbahn stürzte und schwere Verletzungen erlitt.

Auch ein Rettungshubschrauber kam zur Unfallstelle und die Feuerwehr war vor Ort. Die 16-Jährige wurde jedoch vom normalen Rettungsdienst in eine Klinik eingeliefert. Laut Polizei besteht nach derzeitigem Erkenntnisstand keine Lebensgefahr. An dem VW entstand Sachschaden in Höhe von 2000 Euro, am Roller in Höhe von mehreren hundert Euro. Während der Unfallaufnahme war die K6920 zeitweise vollständig gesperrt. Zu nennenswerten Verkehrsbehinderungen kam es nicht.

Symbolbild: Hans-Jörg Schweizer

7-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg wieder gesunken

Samstag, 22.01 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg sinkt weiter. Im landesweiten Schnitt wurde innerhalb der vergangenen sieben Tage bei 145,4 pro 100.000 Einwohnern eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen, wie das Landesgesundheitsamt am Samstag in Stuttgart mitteilte. Am Vortag hatte der Wert bei 148,8 gelegen. Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Baden-Württemberg seit Beginn der Pandemie ist um 2120 auf 465.983 gestiegen. Inzwischen sind 9526 Menschen an einer Infektion mit dem Coronavirus oder im Zusammenhang damit gestorben. Das waren 11 mehr als am Vortag. Als genesen gelten geschätzt 410.178 Infizierte (plus 3217).

Kreis Tübingen: 58 neue Corona-Infektionen

18.09 Uhr: Das Landratsamt Tübngen meldet am Samstag 58 neue Infektionen mit dem Coronavirus. Damit haben sich seit Beginn der Pandemie im Kreis Tübingen 8804 Menschen mit Sars-Cov-2 angesteckt. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt bei 139,1.

Kreis Tübingen

  • Neuinfektionen: 58
  • Gesamtfälle: 8804
  • 7-Tage-Inzidenz: 139,1 (+0,5)
  • Todesfälle: 172 (0)

Bei den neuen Fällen handelt es sich laut Behördensprecherin Martina Guizetti um neue Einzelfälle und einige familiäre Häufungen. Betroffen seien zwei Kindergärten im Rahmen der Notbetreuung mit der Folge einer Quarantäne für die jeweiligen Gruppen. Es kam kein weiterer Todesfall hinzu. Insgesamt starben im Kreis Tübingen 172 Menschen in Zusammenhang mit Covid-19.

Kreis Reutlingen: Inzidenz steigt

18.01 Uhr: Der Landkreis Reutlingen registrierte am Samstag 63 neue Corona-Infektionen. Insgesamt steigt die Zahl der Fälle im Kreis Reutlingen somit auf 12.850. Die 7-Tage-Inzidenz lag laut Zahlen des Robert-Koch-Instituts vom Samstagmorgen bei 132,7.

Die neueren Zahlen des Landesgesundheitsamtes (LGA) weisen indes 143,9 Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche aus, ein Anstieg um 11,2 seit Freitag.

Kreis Reutlingen (LGA)

  • Neuinfektionen: 63
  • Gesamtfälle: 12.838
  • 7-Tage-Inzidenz: 143,9 (+11,2)
  • Todesfälle: 255

In den Reutlinger Kreiskliniken wurden ein Patient aus dem Covid-Isobereich entlassen und zwei Patienten in den Covid-Isobereich (RT C1) aufgenommen. Ein Patient wurde von Ludwigsburg auf die Intensivstation der Kreiskliniken verlegt und wird dort invasiv beatmet. Ein weitere Patientin wurde auf der Intensivstation aufgenommen. Ein Patient auf der Intensivstation starb. Das Baby einer Patientin auf der Intensivstation wird auf der neonatologischen Station (B2i) betreut. Aktuell befinden sich insgesamt 22 Covid-19-Patienten im stationären Bereich am Standort Reutlingen, 14 auf Normalstation, ein Kind auf der Neonatologie und sieben Patienten auf Intensivstation.

Grünen-Parteitag stimmt für Palmer-Ausschlussverfahren

14.50 Uhr: In seiner Gegenrede beim Parteitag hat der Tübinger OB Boris Palmer selbst dafür plädiert, für den Antrag zu stimmen, ihn aus der Partei auszuschließen. Er wolle sich vor einem Parteigericht rechtfertigen, um diese Debatte ein für allemal zu beenden. Die Delegierten taten ihm den Gefallen und stimmten mit 153 zu 38 Stimmen bei 5 Enthaltungen dafür, ein Parteiausschlussverfahren gegen Boris Palmer einzuleiten.

Ergebnis der Abstimmung zu einem Parteiausschlussverfahren gegen Boris Palmer beim Grünen-Landesparteitag am 8. Mai. Screenshot: https://ldk.gruene-bw.de/

Dennoch rechtfertigte Palmer seine Äußerungen auf Facebook, vom Freitag, die am Samstag den Parteitag ordentlich aufgemischt hatten (siehe auch unten): „Sowas nennt man Satire“, sagte Palmer, und die könne man kaum noch weiter treiben, als er es getan habe.

Palmer bemühte einen Vergleich mit seinem eigenen Vater Helmut, der war einmal wegen des Tragens verfassungsfeindlicher Symbole angeklagt: „Er hatte mit einem Hakenkreuz auf einem Talar gegen Nazirichter in der alten Bundesrepublik demonstriert. Immerhin, dafür wurde er freigesprochen. Der Richter erkannte, dass mein Vater gerade nicht den Nazistaat verherrlichen, sondern Unrecht anprangern wollte“, so Boris Palmer.

Der Antrag auf Parteiausschluss verfolge indes das Ziel, abweichende Meinungen zum Verstummen zu bringen, so Palmer. „Wer sich nicht beugt, wird gemaßregelt und ausgegrenzt“, warf Palmer den Grünen vor: „Ich kann und will nichts widerrufen.“

Der Landesvorsitzende der Grünen, Oliver Hildenbrand, hatte zuvor auf eine „lange Liste von Provokationen“ Palmers verwiesen und diese als „kalkulierte Ausrutscher und inszenierte Tabubrüche“ bezeichnet. Palmer gehe es um „persönliche Profilierung auf Kosten der Partei“. Das „wiederkehrende Muster“ aus Provokation, Entschuldigung und Relativierung sei ein Kennzeichen einer populistisch destruktiven Kommunikationsweise, so Hildenbrand. Jetzt müsse ein schiedsgerichtliches Verfahren klären, ob die Grenzen dessen überschritten sind, was die Partei aushalten müsse. hz

Parteitag soll über Palmer-Ausschlussverfahren beraten

11.45 Uhr: Der Grünen-Landesparteitag in Baden-Württemberg soll auf Antrag der Basis noch am Samstag darüber entscheiden, ob die Partei ein Ausschlussverfahren gegen den Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer einleiten soll.

Der Parteitag stimmte mit großer Mehrheit dafür, einen entsprechenden Antrag in der Causa Palmer, der eigentlich zu spät gestellt wurde, wegen Dringlichkeit doch noch zur Abstimmung anzunehmen. Demnach soll am Ende des Parteitags darüber abgestimmt werden, ob die Partei ein Ausschlussverfahren einleiten soll.

Knapp 20 Grünen-Mitglieder, auch Johannes Scheller, Marin Pavicic-Le Déroff, Pauline-Sophie Dittmann, Johanna Kemper und Jonas Pauthner aus dem Kreisverband Tübingen, beantragten, Palmer wegen „rassistischer Äußerungen“ aus der Partei auszuschließen. In der Begründung heißt es: „Das Maß ist voll.“ Palmer hatte zuvor auf Facebook mit Aussagen über den früheren Fußball-Nationalspieler Dennis Aogo für Aufsehen gesorgt.

Zum Dossier: Rassismus-Vorwürfe gegen Boris Palmer

Live-Blog | Ausschlussverfahren gegen Palmer könnte sechs Monate dauern

Abstimmung beim Landesparteitag der Grünen. Screenshot: https://ldk.gruene-bw.de/


Rückkehr zu Wechselunterricht und Kita-Betrieb ab Montag

11.07 Uhr: Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Tübingen liegt am Samstag, 8. Mai, laut Robert-Koch-Institut (RKI) bei 138,6 und damit den fünften Tag in Folge unter der Inzidenzschwelle von 165 Fällen pro 100.000 Einwohner. Damit ist – entsprechend der „Bundes-Notbremse“ - von Montag, 10. Mai an für allgemeinbildende und berufliche Schulen wieder Wechselunterricht möglich. Auch Kindergärten und Kindertagesstätten können ihren Betrieb wieder aufnehmen, das teilt das Tübinger Landratsamt am Samstag mit. Das Kultusministerium habe den Schulen bereits mitgeteilt, dass eine Übergangsfrist von bis zu drei Tagen möglich ist, damit sich die Schule organisatorisch auf die Wiederaufnahme des Wechselunterrichts vorbereiten kann. Das Gesundheitsamt Tübingen hat als zuständige Behörde nun die entsprechende amtliche Bekanntmachung erlassen und unter www.kreis-tuebingen.de veröffentlicht.

Behördensprecherin Martina Guizetti erläutert: Für Maßnahmen oder Lockerungen im Zusammenhang mit der „Bundes-Notbremse“ gelten die vom RKI festgestellten Inzidenzen, nicht die Werte des Landesgesundheitsamts. Die RKI-Werte werden immer erst am Folgetag nach den LGA-Meldungen aktualisiert. Steigt die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Tübingen wieder an drei Tagen in Folge über den Schwellenwert von 165 an, wäre der Präsenzunterricht an Schulen erneut verboten. Für Kitas und Kindergärten wäre dann nur noch ausschließlich die Notbetreuung möglich.

Nach der RKI-Feststellung liegt der Landkreis Tübingen am heutigen Samstag, 8. Mai, den zweiten Tag unter der Inzidenzschwelle von 150, die als weiterer Grenzwert entsprechend der „Bundes-Notbremse“ vorgesehen ist. Wird der Wert von 150 an fünf Tagen in Folge unterschritten (gezählt werden nur Werktage), so wäre ab Freitag, 14. Mai, wieder Einkaufen mit Terminvergabe (Click & Meet) unter Vorlage eines negativen Testergebnisses (nicht älter als 24 Stunden) möglich. Der Landkreis Tübingen würde dies mit weiteren Einzelheiten am Mittwoch, 12. Mai, im Rahmen einer Allgemeinverfügung bekannt geben.

Auch im Landkreis Reutlingen liegt die 7-Tage-Inzidenz laut RKI am Samstag bei 132,7 und damit am fünften Tag in Folge unter dem Schwellenwert von 165. Die amtliche Bekanntmachung des Reutlinger Landratsamtes zur Schul- und Kita-Öffungen ist auf der Homepage des Landkreises zu finden.

Fragen und Antworten zum Immunitätsausweis

9.30 Uhr: Mit einem digitalen Immunitätsausweis soll Geimpften und Genesenen das Reisen erleichtert werden. Die entsprechende Smartphone-App ist für Ende Juni geplant. Sie komme zu spät, meinen Kritiker. Antworten auf die wichtigsten Fragen gibt Michael Gabel.

Bild: SWP/DPA

Auf Lebensgefährtin eingestochen: 43-Jähriger in Rottenburg gefasst

8.38 Uhr: Der 43-Jährige, der im Verdacht steht, am Freitagmorgen in Rottenburg seine Lebensgefährtin mit einem Messer schwer verletzt zu haben, wurde in der Nacht zum Samstag im Rahmen der Fahndung in Rottenburg vorläufig festgenommen. Der Mann wird auf Antrag der Staatsanwaltschaft Tübingen am Wochenende dem Haftrichter vorgeführt. Gerüchten, wonach es sich um einen entflohenen JVA-Insassen handeln soll, widersprach eine Polizeisprecherin am Samstagmorgen. Die Polizei hatte am Freitag unter anderem mit Unterstützung von Suchhunden und einem Hubschrauber im Rottenburger Stadtgebiet nach dem Mann gefahndet.

Luca-App: Bereit – aber noch ungenutzt

8.03 Uhr: Seit dieser Woche ist die Luca-App zur Kontaktnachverfolgung in ganz Baden-Württemberg einsatzfähig. Alle Gesundheitsämter in Baden-Württemberg sind jetzt mit der App verbunden. Damit ist die Voraussetzung dafür geschaffen, dass Restaurants, Büchereien, Geschäfte, Museen und andere Einrichtungen, die laut Corona-Verordnung Gästelisten führen müssen, die Kontaktdaten in Zukunft mit der App erfassen können. Eine Nutzungspflicht soll aber nicht kommen, berichtet Tagblatt-Reporterin Miriam Plappert.

 

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Impfzentrum: Alles hängt an der Lieferung

7.10 Uhr: Die 200.000. Impfung verbuchte das Impfzentrum Tübingen diese Woche: Es wird also schneller und effektiver gespritzt als zu Beginn. Der Impfstoff, aus dem die Träume sind, bleibt allerdings weiterhin knapp. Die Freigabe des Vektor-Vakzins von Astra-Zeneca gilt im Südwesten nur für die Hausärzte. In den Impfzentren bleibt alles beim Alten.

Tübinger Schulen: Alle Räume gut zu lüften

6.30 Uhr: Die Tübinger Verwaltung und die geschäftsführenden Schulleiter sehen derzeit keinen Sinn darin, Luftfilter anzuschaffen, weil in allen Klassenzimmern gut gelüftet werden könne. Das können die Schülerinnen und Schüler wohl schon kommende Woche (bei sinkenden Außentemperaturen) wieder selbst ausprobieren. Denn auch die 7-Tage-Inzidenz sinkt (siehe unten). „Die Spatzen pfeifen’s von den Dächern, aber nun ist es amtlich: Wir öffnen am Montag, 10 Mai, wieder“, schreibt ein Tübinger Gymnasium in einer E-Mail an die Eltern.

Uhlandgymnasium Tübingen. Archivbild: Ulrich Metz

Projekt Schwäbischer Moses

6.28 Uhr: Modernste Messgeräte auf einer Wiese in der Nähe des Sülchenknotens nördlich von Rottenburg sollen in diesem Sommer die Gewitter- und Dürreforschung vorantreiben. Damit wollen die Wetterforscher helfen, die Vorhersagen zu verfeinern.

Was halten Sie von einer Uni-Umbenennung?

6.17 Uhr: Eine Historikerkommission soll prüfen, ob die Universität weiterhin die Namen von Graf Eberhard und Herzog Karl Eugen tragen kann. Uns interessiert, was unsere Leser von der Idee halten, die Eberhard Karls Universität Tübingen nach 250 Jahren umzubenennen: Hier geht‘s zur Umfrage

Waldrapp auf den Härten: Nicht schön, aber ganz schön selten

6.11 Uhr: So richtig schön ist er nicht. Der gebogene Schnabel scheint irgendwie zu lang für den kleinen, roten Kopf, der Hals zu strubbelig im Vergleich zum glatten, blauschwarzen Hauptfederkleid. Auch mit den kahlen, stämmigen Beinen ist kaum Staat zu machen. Dass sich der Waldrapp auf den Härten momentan dennoch zum Star aufschwingt, liegt wohl eher daran, dass es ihn hier eigentlich gar nicht gibt.

Waldrapp auf den Härten. Bild: Ulrich Metz

Infektionen, Institute, Inzidenzen

6.00 Uhr: Guten Morgen aus der Online-Redaktion. Heute ist der Blick auf die Corona-Zahlen besonders interessant. Laut Landesgesundheitsamt (LGA) hat der Kreis Tübingen schon am Freitag den fünften Tag in Folge eine Inzidenz unter 165 Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche und erfüllt damit das Kriterium der „Bundes-Notbremse“, um Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer wieder ins Klassenzimmer zu lassen. Der Bundes-Bremshebel richtet sich aber nach den Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI). Und weil es ein weiter Weg von Stuttgart nach Berlin ist, kommen die meist erst am Morgen danach an. Heute dürfte aber auch das RKI den fünften U-165-Tag in Folge für den Kreis Tübingen bestätigen.

Die Zahlen vom Freitag (LGA):

Kreis Tübingen

  • Neuinfektionen: 32
  • Gesamtfälle: 8746
  • 7-Tage-Inzidenz: 138,6 (-7)
  • Todesfälle: 172 (1)

Kreis Reutlingen

  • Neuinfektionen: 71
  • Gesamtfälle: 12.776
  • 7-Tage-Inzidenz: 132,7 (-0,7)
  • Todesfälle: 255 (1)

 

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Das Wichtigste vom Tag

Seit Ausbruch der Corona-Pandemie in der Region Tübingen im März 2020 gab es bei tagblatt.de täglich und kostenlos unseren Live-Blog mit aktuellen Meldungen und Links zu wichtigen Artikeln über Covid-19 und den Folgen. Wir haben ihn nun thematisch weiter gefasst: Ab sofort gibt es dort aktuelle Meldungen und Anreißer zu den wichtigsten Geschichten aus der Region Neckar-Alb – nicht nur, aber auch, wenn es um Corona geht. Den Blog gibt es unter dem Titel Der Tag in der Region direkt auf www.tagblatt.de.

Zum Artikel

Erstellt:
8. Mai 2021, 06:30 Uhr
Aktualisiert:
8. Mai 2021, 06:30 Uhr
zuletzt aktualisiert: 8. Mai 2021, 06:30 Uhr

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